Neubau in Langenpreising

Mehr als nur eine Ersatzschule

Langenpreising – Der Ersatzbau für die Grundschule Langenpreising zwischen altem und neuem Sportheim wird ein Holzhaus, das später für andere Zwecke nutzbar sein soll.

Zunächst werden in dem Bau eine Klasse, ein Gruppenraum, der Werkraum sowie die dazugehörigen sanitären Anlagen untergebracht. Die Kosten von 480 000 Euro gegenüber einer Container-Lösung (340 000 Euro) erschienen dem Gemeinderat als gute Investition.

Gleichwohl gab es eine engagierte Debatte um den Bau mit seinen 160 Quadratmetern Nutzfläche. Max Danner (FW) fand das zwar „verlockend“, dass man hier für vergleichsweise wenig Mehrkosten zu etwas kommen könne, warnte aber: „Man muss auch an die Unterhaltskosten denken.“ Leo Melerowitz (CSU) hatte zuvor daran erinnert, dass es genügend Gruppen in der Gemeinde gebe, die Platzbedarf hätten. Darin wurde er von Andreas Steiner (SPD) energisch unterstützt. Danner: „Dass Begehrlichkeiten kommen, das ist mir schon klar.“

Bürgermeister Peter Deimel machte das Gremium darauf aufmerksam, dass die Unterkunft für Obdachlose, die der Markt Wartenberg bereitstelle, derzeit belegt sei. „Sollten da mal Obdachlose kommen, müssen wir die unterbringen.“ Dem wollte niemand widersprechen. Karin Dürr (CSU) fand den Platz „nicht ideal“ für die angedachten Folgenutzungen, und Natalie Kienmüller-Stadler (FW) erinnerte an die angespannte Haushaltslage.

Melerowitz beharrte aber darauf, dass das gerade wegen der Chancen einer Folgenutzung „rentabel“ sei, und Helmut Empl (CSU) machte sich schon Gedanken über eine wirtschaftlichere Heizungsanlage. Da wurde er aber gebremst vom Bürgermeister, der sagte, dass eine Planänderung Verzögerungen mit sich bringe. Er würdigte das Engagement Empls, meinte aber, dass es jetzt wichtig sei, das Verfahren in Gang zu setzen. Sollte der Rat den Vorschlägen Empls mit einer Wärmepumpe folgen, könne man das ja immer noch über eine Tektur machen.

Aufgegriffen wird dagegen der Vorschlag Empls, schon bei der Planung die Folgenutzung einzubeziehen und auf tragende Wände nach Möglichkeit zu verzichten. Dann könne man einen großen Raum schaffen. Die Debatte endete mit 10:5 Stimmen für den Holzbau.

Gleichzeitig bringt Planer Franz Pezold die erforderliche Nutzungsänderung im Hauptgebäude des Sportheims auf den Weg. Dort sind einige kleinere Umbauten erforderlich. Im Obergeschoss werden durch Unterteilungen vier Klassenräume und das Lehrerzimmer geschaffen. Die sanitären Anlagen im Sportheim sind für den Schulbetrieb voll nutzbar.

Klaus Kuhn

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