Ein Mädchen spielt in einer Kita mit bunten Bechern und Bauklötzen.
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Die Gemeinde Langenpreising will ihre Kinderbetreuung ausbauen. (Symbolbild)

Gemeinde Langenpreising plant Erweiterung oder Neubau – Arbeitsgruppe installiert

Mehr Platz für die Kinderbetreuung

Erweiterung oder Anbau? Die Gemeinde Langenpreising braucht mehr Platz für die Kinderbetreuung. Da ist guter Rat teuer. Eine Arbeitsgruppe soll Ideen sammeln.

Langenpreising – Die Gemeinde Langenpreising muss Kinderbetreuungsplätze schaffen. Wie, das soll eine Machbarkeitsstudie klären, für die jetzt eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird. Bürgermeister Josef Straßer lädt interessierte Bürger ein, sich mit ihren Ideen einzubringen.

Bereits Ende des Monats will Straßer mit der Arbeitsgruppe, der auch die Einrichtungsleitung angehören wird, konkret werden. Ähnlich wie bei der Schule in Wartenberg sind auch hier verschiedene Varianten denkbar: Anbau oder separater Neubau. Die Verwaltung wird parallel dazu die Frage der Bezuschussung klären.

Das Raumprogramm steht zunächst im Mittelpunkt. „Wir müssen wissen, wie groß das überhaupt werden soll“, sagte Straßer. Denkbar ist, dass schon die Machbarkeitsstudie über das Amt für ländliche Entwicklung bezuschusst wird. Entsprechende Gespräche seien sehr gut gelaufen, so Straßer. Die Zeit drängt. Anfang nächsten Jahres schon will er die Sache einem Architekten zur endgültigen Planung übergeben, nachdem der Gemeinderat die Ergebnisse der Arbeitsgruppe abgesegnet hat.

Auch die Kämmerei ist gefordert, denn eine Erweiterung oder ein Neubau müssen bezahlt werden. Verwaltungsleiter Werner Christofori dämpfte Hoffnungen auf Zuschüsse im Bereich von 80 Prozent, von denen einige Räte laut geträumt hatten. „Gehen Sie mal von 30 Prozent aus. Da liegen Sie wohl ungefähr richtig“, sagte er mit ernster Stimme. Straßer kündigte einen intensiven Austausch mit der Kämmerei an.

Gleichzeitig werde er allzu große Wünsche der Einrichtungsleitung einbremsen. Er hat Grund dazu, denn in der gleichen Sitzung hatte der Gemeinderat die Jahresrechnung für 2019 auf dem Tisch, und die wurde vor allem von einer Zahl beherrscht: Am Jahresende hatte die Gemeinde Schulden in Höhe von fast 5,7 Millionen Euro. Das ist zwar weniger als Anfang 2019, aber dennoch ein Betrag, der im Gremium keine Sektlaune aufkommen ließ. Dabei hatte die Kommune trotz überraschender Mehrausgaben für die Kinderbetreuung so gut gewirtschaftet, dass sich die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt gegenüber dem Plan (gut 200 000 Euro) deutlich besser darstellte und knapp 410 000 Euro betrug.

Eine weitere Kindergarten- und eine Hortgruppe mussten aus dem Boden gestampft werden, was auch im Stellenplan nicht vorgesehen war. Die Verteilung der gemeindlichen Kinderbetreuung auf jetzt vier Gebäude hält der Bürgermeister für nicht mehr machbar, darum eben der Vorstoß in Richtung An- oder Neubau. Mit einem freien Träger rechnet die Gemeinde nicht. Das ergab eine Anfrage aus dem Gremium, wo entsprechende Überlegungen dann auch nicht weiter verfolgt wurden. KLAUS KUHN

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