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An der Leinwand sprach Dominique Tzschoppe. Rechts neben ihm: Bürgermeister Josef Straßer.

Projektvorstellung im Gemeinderat

Mehrgenerationenhaus für Langenpreising

Die Gemeinde Langenpreising steigt erneut in das Vorhaben eines Mehrgenerationenhauses ein.

VON KLAUS KUHN

Langenpreising – Bürgermeister Josef Straßer und sein Stellvertreter Leo Melerowitz haben ein Projekt in Langenbach (Kreis Freising) besichtigt, das von einer privaten Gesellschaft erstellt wird und dessen Architekt Dominique Tzschoppe vor kurzem seinen Sitz nach Wartenberg verlegt hat. Zusammen mit Christoph Stark, der die finanzielle Seite abwickelt, war er am Dienstag in der Sitzung des Gemeinderats und stellte das das Projekt vor.

In Langenbach wird mit weitgehend ökologischer Bauweise ein Haus mit drei Stockwerken direkt an der Bahn erstellt – mit Tiefgarage, teilweise rollstuhlfahrergerechten, durchweg aber seniorengerechten Wohnungen für die Generation ab 55 Jahren. Diese Altersgruppe hat verschiedene Anforderungen, die baulich umgesetzt werden mussten. Eines der am häufigsten verwendeten Worte war darum „vorgerüstet“. Kein 55-Jähriger möge beim Einzug schon mit Haltegriffen und dergleichen konfrontiert werden, die er 20 Jahre später vielleicht brauche. So aber bräuchten sie nur noch angeschraubt zu werden.

In Langenbach wird Betreutes Wohnen angeboten, die Vermarktung startet demnächst. Der Gemeinderat hörte sich das Konzept genau an, applaudierte auch freundlich, war sich aber einig, dass es bei einem Mehrgenerationenmodell bleiben sollte. Bekanntlich ist derlei schon mehrfach und bisher ohne Erfolg für das Unterwirts-Grundstück angedacht worden. Im Zuhörerraum saßen prompt die Protagonisten von damals: die ehemalige Gemeinderätin Karin Dürr und der ehemalige Bürgermeister Peter Deimel.

Über die Baukosten konnten die beiden Referenten noch keine Angaben machen, das Langenbacher Projekt taugte wegen der ungewöhnlich hohen Gründungskosten nicht als Vergleich. Aber was die Bauzeit angeht, schätzten die beiden aus ihren bisherigen Erfahrungen im Bundesgebiet rund eineinhalb Jahre ab Genehmigung.

Konkret wurden Tzschoppe und Stark bereits, was die Bauweise für Langenpreising angeht: Es soll ein reiner Holzbau werden. Die beiden haben sich auch – die Fragen aus dem Gemeinderat wohl erahnend – mit Mehrgenerationenprojekten befasst. „Machbar ist es auf jeden Fall, wenn man die richtigen Leute hat.“ Die Grundidee, dass sich in einem Mehrgenerationenhaus die Bewohner gegenseitig helfen, setzt nach den Erfahrungen der beiden ein entsprechendes Einvernehmen der Menschen im Haus voraus, und das sei eben nicht überall gegeben.

Beschlüsse wurden noch keine gefasst, aber die beiden Referenten verabschiedeten sich einigermaßen selbstbewusst mit den Worten: „Bis zum nächsten Mal!“

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