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Die Tank- und Rastanlage „Isartal“ beschäftigte den Gemeinderat von Langenpreising. Bürgermeister Peter Deimel erläuterte den aktuellen Stand.

Gemeinderat Langenpreising

Das nächste Nein zur Rastanlage „Isartal“

Langenpreising - Der Gemeinderat Langenpreising lehnt die geplante Autobahn-Raststätte „Isartal“ weiterhin ab. Dafür hat er viele Gründe. 2020 soll die Anlage in Betrieb gehen.

Auch nach einem Termin mit der Umweltministerin, dem stellvertretenden Landrat, Vertretern der Autobahndirektion, anderen Fachleuten, dem Zustorfer Gemeinderat Josef Maier und dem Langenpreisinger Bürgermeister bleibt die Gemeinde bei einer kompromisslosen Ablehnung der Autobahnraststätte „Isartal“. Auf Antrag von Max Danner (FW) fasste der Rat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag einen einstimmigen Beschluss, der das bekräftigt.

Zunächst hatte Bürgermeister Peter Deimel (FW) nach dem Termin vorsichtiger agieren wollen. „Wer hoch pokert, kann hoch verlieren“, warnte er, doch die Gemeinderäte sahen das unisono anders und stimmten auch den Gemeindechef um.

Immerhin konnten die Langenpreisinger Vertreter eine leichte Planänderung erreichen: Die Rampe, über die die Fahrzeuge von der gegenüberliegenden Fahrbahnseite zu der Tank- und Rastanlage hinüber kommen, wird etwas verlegt, und zwar weiter weg von der Wohnbebauung. Das sei immerhin was, meinte Deimel. Weiter stellten die Autobahn-Verantwortlichen in Aussicht, dass zwischen 2018 und 2020 ein neuer Asphaltbelag auf der Autobahn aufgebracht werde, der die Lärmbelastung deutlich verringere. Obendrein hat Deimel schon über eine Verlängerung von Lärm- und Lichtschutzwänden verhandelt.

Das reicht den Räten aber nicht. Danner regte sich sogar regelrecht auf. „Der Flächenverbrauch ist doch ein Wahnsinn. Zeigt mir mal eine Gemeinde in Deutschland, die zwei Autobahnparkplätze auf ihrer Gemarkung hat: Ich glaube nicht, dass es das ein zweites Mal gibt.“

Deimel hatte bei der Besprechung auch das Gut Hirschau noch einmal ins Gespräch gebracht, das jetzt dem Kreis Erding gehöre. Das sei aber wieder ausgeschieden – wegen „Natura 2000“, deutete er an. „Das werden wir uns merken, wegen der dritten Startbahn“, sagte Deimel und erntete dafür Kopfnicken.

Geplant sei jetzt, dass die Tank- und Rastanlage 2020 in Betrieb geht. Das solle laut Planung weiterhin zusammen mit dem Anschluss der B 15 neu bei Landshut erfolgen. Deimel meinte aber, dass es dazu wohl nicht kommen werde. Der Forderungskatalog der Langenpreisinger ist jedenfalls lang.

So will der Gemeindechef erreichen, dass auch Nebenerwerbslandwirten annehmbare Tauschgrundstücke angeboten werden. Deimel ärgerte sich, dass Umweltbelange nach wie vor höher bewertet würden als Eigentumsrechte. Darum habe sein Verlangen, dass sich die Verantwortlichen nochmal alle in Rede stehenden Standorte anschauen, wohl keinen Erfolg gehabt. klk

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