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Ein moderner Neubau soll an der Stelle des alten Raiffeisen-Lagerhauses in Langenpreising entstehen.

Neue Pläne für Neubau des Raiffeisen-Lagerhauses 

FMG-Wohnungen am Badeweiher

Die Tage des alt-ehrwürdigen Raiffeisen-Lagerhauses sind gezählt: Die Raiffeisenbank Erding plant hier einen Neubau mit einer Reihe von Wohnungen.

Langenpreising–Das alte Lagerhaus, das mit Sicherheit kein Schmuckstück mehr sei, werde abgerissen, erläutert Bank-Vorstand Christian Berther auf Nachfrage der Heimatzeitung. In diesen Neubau werde auch wieder eine Filiale integriert, die mit Personal besetzt sein soll. „Das ist Voraussetzung für alle Planungen.“

Einen ersten Entwurf habe er dem Gemeinderat bereits vorgestellt. Das Gremium habe sich aber mit dem ersten Planentwurf, der ein Erdgeschoss, zwei Obergeschosse und ein Dachgeschoss vorsah, nicht einverstanden erklärt. Das sei dem Gemeinderat zu voluminös gewesen, berichtet Berther. „Da machen wir noch mal einen Vorschlag“, kündigt er ein abgespecktes Konzept an.

Die Raiffeisenbank hat auch schon einen möglichen langfristigen Mieter: Die Flughafen München Gesellschaft (GMG) will für Wohnraum für ihre Mitarbeiter sorgen. „Mit der Flughafengesellschaft bestehen lockere Kontakte“, sagt Berther. FMG-Pressesprecher Robert Wilhelm bestätigt die Kontakte, verweist für weitere Informationen aber an den Bauherren. Dieser sei nun mal die Raiffeisenbank Erding.

„Wir werden die ganz normalen Mieten verlangen, die am Markt bezahlt werden“, sagt Berther mit Verweis darauf, dass eine genossenschaftliche Bank nicht unbedingt auf Gewinnmaximierung aus sei. Interessant sei für die Raiffeisenbank die Verbindung mit der FMG, weil es dann nur einen Ansprechpartner gebe. Bei einer entsprechenden Vertragsdauer könne er dem Airport-Betreiber auch einräumen, bei der Gestaltung dieser Wohnungen mitzureden.

Voraussetzung für alles sei aber die Schaffung von Baurecht. Genau das sei bislang auf Schwierigkeiten gestoßen. Der Badeweiher hinter dem Gebäude und die davon ausgehenden Lärmemissionen waren bislang immer ein schier unüberwindbarer Konfliktpunkt. Schon vor einigen Jahren hatte die Raiffeisenbank hier einen Anlauf unternommen.

Berther erinnert in dem Gespräch mit der Heimatzeitung daran, dass die Bestimmungen erst jüngst etwas gelockert wurden. Damit sei es jetzt tatsächlich möglich, unter bestimmten Voraussetzungen hier Wohnungen zu realisieren. „Die Wohnungen werden keine Balkons haben. Das werden fest verglaste Fenster, die nur zu Reinigungszwecken geöffnet werden können“, sagt Berther über die konkreten Folgen. So ließen sich die Lärmschutzbestimmungen einhalten.

Der Bank-Vorstand nennt die Kontakte zum Thema „Immissionsschutz“ sowohl mit der Gemeinde als auch mit dem Landratsamt sehr konstruktiv und äußert die Hoffnung, dass alle Beteiligten jetzt doch recht bald zu einer akzeptablen Lösung kommen. Auf keinen Fall wolle und werde er den beliebten Badeweiher infrage stellen. 

KLAUS KUHN

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