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Einen Kilometer von Zustorf entfernt soll die Rastanlage Isartal entstehen. Diesen Standort hatte die Autobahndirektion unter sechs möglichen ausgewählt. Die Alternative, den Parkplatz an der Ausfahrt Moosburg-Süd, war aus ökologischen Gründen verworfen worden. Dort ist ein Wiesenbrütergebiet das Problem.

Tank- und Rastanlage sartal

Raststätte wächst um einen Hektar

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Für den Lärmschutz ist in der neuen Planung der Raststätte Isartal die Brücke über die A 92 verlegt worden. Dadurch steigt der Flächenverbrauch auf 8,5 Hektar.

Zustorf– Die Autobahndirektion Südbayern gibt Gas bei der Autobahnraststätte Isartal. Unter anderem wegen Einsprüchen aus Zustorf wegen befürchteter Lärmbelastungen hat die Direktion die Anlage umgeplant. Die Pläne dieser Tektur von Ende April liegen nun öffentlich im Rathaus aus. Bis 8. August können im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen eingereicht werden. Die Gemeinde Langenpreising wird diese Gelegenheit auf alle Fälle nutzen. Der Gemeinderat hat seine Fundamentalkritik an dem Projekt erst vergangene Woche erneuert.

Die Lärmbelastung von Anwohnern in der Nähe und der Flächenverbrauch sind die Hauptangriffspunkte aus Langenpreisinger Sicht. Tatsächlich ist die Rastanlage mit der neuen Planung sogar gewachsen – von 7,6 auf 8,5 Hektar, so steht es im Erläuterungsbericht, den man auf der Internet-Seite der Direktion herunterladen kann.

Die wichtigste Änderung ist die Verlegung der Brücke, auf der Autos von Fahrtrichtung Deggendorf zur Raststätte auf der anderen Seite gelangen. Das Rampenbauwerk wird um 275 Meter nach Westen verschoben und schief über die A 92 geführt. Das geschieht dem Erläuterungsbericht zufolge, „um die Beeinträchtigung der südlichen Bebauung zu vermindern“. Dadurch vermindert sich die Zahl der Stellplätze leicht auf 108 für Pkw und 110 für Lkw.

Zum Schutz der Lastwagenfahrer wird ein 3,5 Meter hoher Lärmschutzwall zwischen Autobahn und der Rastanlage errichtet. In Bezug auf die in der Nähe lebenden Menschen heißt es dagegen: „Es wird bei keinem Anwesen Anspruch auf Lärmvorsorge ausgelöst.“

„Es ist beabsichtigt, die Maßnahme 2019 zu bauen“, heißt es im Erläuterungsbericht. Mit der durchgehenden Inbetriebnahme der B 15 neu erwartet die Autobahndirektion ein weiteres Ansteigen der Verkehrszahlen. Spätestens dann soll die Raststätte Isartal zur Verfügung stehen.

Das Raststättengebäude und die Tankanlage sind übrigens noch nicht Teil der Planung. Das bleibt dem künftigen Konzessionsnehmer überlassen.

Informationen im Internet

Umfangreiche Unterlagen mit Plänen und Erläuterungen auf  der Internetseite der Autobahndirektion Südbayern.
Rechtswirksame Einwendungensind nur innerhalb der Fristen bei der Verwaltungsgemeinschaft Wartenberg oder der Regierung von Oberbayern möglich. Informationen findet man auf www. langenpreising.de unter „Aktuelles“ – „Bekanntmachung Planfeststellung A 92“.

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