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Hölzerne Halle: Schulleiter Martin Brandlmaier bestaunte den Neubau. 

Richtfest in Langenpreising

„Monumental“: Die neue Schule aus Holz

Langenpreising – Die Bauarbeiten für die Langenpreisinger Grundschule hinken im Zeitplatz zwei Wochen zurück. Die Inbetriebnahme zum Schuljahresbeginn ist laut Bürgermeister aber nicht in Gefahr.

Es war wohl das bisher kürzeste Richtfest in der Gemeinde Langenpreising: Bei frostigen Temperaturen wollte gestern niemand länger als unbedingt nötig vor dem neuen Schulgebäude stehen und sich Reden anhören. Polier Stefan Gigl hielt den traditionellen Richtspruch und lobte die Opferbereitschaft der Bauherren. Bürgermeister Peter Deimel machte nur eine kurze Begrüßung und lud die Gäste zur Besichtigung des Gebäudes ein. „Es gibt ja Gemeinderäte, die es noch nicht gesehen haben.“

Von außen ist ja nicht viel zu sehen, weil das Gebäude eingepackt ist als hätte der Verpackungskünstler Christo sich hier betätigt. Das ist aber dem Wetter geschuldet, das auch für eine Verzögerung beim Bau verantwortlich ist. Innen erhielten die Besucher aber ungewöhnliche Einblicke: Einen großen Funktionsbau ganz aus Holz hatten wohl die wenigsten bisher gesehen. „Es ist schon monumental“, meinte auch Deimel.

In der Tat wirkt der Holzbau innen enorm großzügig, und die Grundfläche ist auch größer als beim früheren Schulhaus. Eine breite Treppe erschließt die Klassenräume, die alle im ersten Stock untergebracht sind, während im Erdgeschoss die Funktions- und Fachräume Platz finden. Allerdings fehlen noch einige Faltwände, die den Bereich im Erdgeschoss strukturieren.

Am Rand der kurzen Feier sagte Bürgermeister Peter Deimel, dass der Bau im Zeitplan rund zwei Wochen hinten dran sei. Das sei aber kein Beinbruch, an den Terminen für die Inbetriebnahme zum Schuljahresbeginn und der offiziellen Einweihung am 1. Oktober könne festgehalten werde. „Der Kostenplan iwird st voll eingehalten.“

Unter die Gruppe der Gemeinderäte mischte sich auch noch eine Delegation aus Japan, die an diesem Beispiel den Holzbau näher studieren wollte. Holzbau sei wegen seiner Erdbebensicherheit für Japan ein Thema, erläuterte Deimel. Nach der Besichtigung des noch eiskalten Neubaus zog sich die kleine Festversammlung fröstelnd zum gemeinsamen Essen in den Oberwirt zurück.

Klaus Kuhn

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