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Spannende Diskussion ums Leichenhaus. Unser Symbolbild zeigt das Leichenhaus in Langenpreising, nicht das in Zustorf.

Sanierungsfall in Langenpreising

Zustorfer Leichenhalle: Gemeinde kürzt Ausgaben

Die Leichenhalle am Friedhof im Langenpreisinger Ortsteil Zustorf muss saniert werden. Eigentlich waren 50 000 Euro dafür geplant. Jetzt wurde das Budget aus skurrilem Grunde gekürzt.

Zustorf – Im ersten Entwurf des Haushalts für 2020 waren für die Sanierung 50 000 Euro eingestellt gewesen. Die kürzte der Hauptausschuss in seiner vergangenen Sitzung allerdings erst einmal auf 30 000 Euro zusammen. Der Grund ist etwas skurril: In der Sitzung kam heraus, dass das Gebäude zwar der Gemeinde gehört und auf Gemeindegrund steht, aber alle Gebühren für die Benutzung der katholischen Kirche zufließen.

Bisher ist kein Rechnungsprüfungsausschuss dahinter gekommen, dass hier etwas nicht stimmen kann. Auch die Kommunalaufsicht für die überörtliche Prüfung hatte keinen Verdacht geschöpft. Mehrere Gemeinderäte berichteten, dass das alles herausgekommen sei, als es einen gemeinsamen Termin mit Vertretern der politischen Gemeinde und der Kirchenverwaltung gegeben hat, bei dem es um die anstehende Sanierung ging.

Auch Bürgermeister Peter Deimel (FWG) wirkte etwas verstimmt, als diese Fakten auf den Tisch kamen. Jetzt soll eine Klärung der Situation herbeigeführt werden. Ein weiterer Grund für die Kürzung der Mittel für die Sanierung ist auch, dass es noch keine konkrete Planung gibt, was alles gemacht werden soll. Immerhin gibt es ein Protokoll einer Besichtigung des Dachstuhls durch Gemeinderat Wolfgang Leitsch (CSU), der vom Fach ist. Danach ist der Dachstuhl durchaus in Ordnung. Weniger in Ordnung sind dagegen den Berichten im Ausschuss zufolge die Eingangstür und der Boden in dem Gebäude.

Klaus Kuhn

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