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Wasser marsch: An der alten Schule in Langenpreising wurde der Ernstfall geprobt.

Übung der Feuerwehr

Die Schule brennt

Langenpreising – Feuer in der Schule, Personen vermisst: Dieses Szenario bildete die Grundlage einer Großübung der Feuerwehr Langenpreising.

Viel kaputt machen kann man ja an der alten Schule in Langenpreising nicht: Ein besseres Übungsobjekt für die Feuerwehren als ein Abrissgebäude ist fast nicht denkbar. Und so setzte Kommandant Ludwig Denk von der Feuerwehr Langenpreising am vergangenen Samstag eine Großübung an. Angenommen wurde eine „unklare Rauchentwicklung“.

Und weil in einer Schule – wenn nicht gerade Wochenende oder Ferienzeit ist – meistens viele Menschen sind, wurden zur Übung neun Personen als vermisst gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Hilfskräfte brannte es ordentlich, so die weitere Annahme. Einer saß am Drücker: Bürgermeister Peter Deimel. Der hatte die Funkfernbedienung für die Nebelmaschine, mit der der Rauch simuliert wurde. Er machte seinen Job gut – ohne schweren Atemschutz war kein Durchkommen.

Bei einer solchen Schadenslage ist die Feuerwehr Langenpreising nicht allein: Die Kameraden aus Zustorf, Berglern, Wartenberg, Moosburg, Pfrombach-Aich und sogar aus Altenerding mit dem Einsatzleitwagen rückten an. Zehn Trupps unter schwerem Atemschutz durchkämmten das Gebäude nach Vermissten. Vier davon – allesamt Jugendfeuerwehrleute – verteilten sich auf zwei Stockwerke und wurden, nachdem sie gefunden worden waren, aus dem Haus begleitet. Den anderen „Vermissten“ ging es schon deutlich schlechter: Das waren so genannte Dummies, die herausgetragen werden mussten – Schwerarbeit für die Atemschutzgeräteträger.

Die Drehleiter aus Wartenberg konnte noch nicht eingesetzt werden, weil damit noch nicht genug geübt wurde. So kam die aus Moosburg, möglicherweise das letzte Mal, und unterstützte den Löschangriff von außen. Bei einem echten Brand wäre eine weitere Drehleiter angefordert worden, aber das erschien dem Kommandanten für eine Übung dann doch zu viel. „Wenn dann in Erding was passiert, wäre das ein Schmarrn“, gab er im Gespräch der Heimatzeitung zu verstehen.

Zustorf und Wartenberg bauten eine Wasserversorgung auf, die First Responder richteten eine Verletzten-Sammelstelle ein. Am Ende gab es zumeist zufriedene Gesichter. Die Manöverkritik von Kreisbrandmeister Franz Ganslmaier lieferte dennoch Stoff zum Nachdenken: Dass für die Verkehrsabsicherung nur Kameraden der Jugendfeuerwehr eingesetzt worden seien, bewertete er kritisch. Es gebe leider immer wieder Zeitgenossen, die sich aufregen, wenn sie bei einem Einsatz nicht fahren dürften. Darum, so sein Rat, sollte auch immer ein Kamerad dabei stehen, der entsprechend auftreten könne.

Den Ablauf der Übung, die Bildung von Abschnitten, die Geschwindigkeit vor allem bei der Personenrettung bewertete er als sehr gut. Etwas hakelig war die Positionierung der Drehleiter, und die Kameraden aus Moosburg wandten sich direkt an die Wartenberger, die bald eine eigene Drehleiter einsetzen werden: „Ihr werdet das erleben: Ihr müsst immer dazu sagen, dass ihr mit der Drehleiter kommt.“ Tatsächlich gab es ein kleines Platzproblem mit dem Großfahrzeug.

Bewährt hat sich jedoch das Funkkonzept. Die Feuerwehrler kommen immer besser mit dem Digitalfunk zurecht und nutzen die Vorzüge der neuen Technik. Ein herzliches Dankeschön für den Einsatz aller Beteiligten kam von Bürger- und Rauchmeister Deimel. Er erinnerte daran, dass der Samstagnachmittag eigentlich der Familie gehöre.

Von Klaus Kuhn

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