Frau vergewaltigt, gequält, lebendig verscharrt: Täter 30 Jahre später gefasst

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Ende August wird das Langenpreisinger Schulhaus Geschichte sein: Jetzt haben die Abbrucharbeiten an der Prisostraße begonnen.

Abbrucharbeiten in Langenpreising 

Die Schule, ein Trümmerhaufen

Langenpreising – Die Langenpreisinger haben in diesen Tagen eine besondere Attraktion: Die Schule wird abgerissen. Die Gefühle, mit denen die Bürger das Schauspiel verfolgen, sind durchaus gemischt.

von Klaus Kuhn

Abbruch und Neubau: Das hat der Gemeinderat zur Langenpreisinger Schule beschlosssen. Nun rückten die Abrissbagger an der Prisostraße an. Während eine Mama, die mit ihren Kindern auf einer Bank saß, das Thema am liebsten mit einer Bombe gelöst hätte und meinte: „Das wäre doch viel schneller“, kamen bei anderen Bürgern durchaus nostalgische Gefühle auf. Immerhin sind Generationen von Langenpreisingern in dieses Schulhaus gegangen. Hobbychronisten zückten ihre Kameras, um das Ereignis festzuhalten. Kinder schauten interessiert zu, wie ihr ehemaliges Klassenzimmer ein Raub der Baggerschaufel wurde.

Die Gemeinde hat dabei noch ein wenig Glück: Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Außenputz nicht gesondert entsorgt werden muss. Das hätte den Zeitplan ziemlich durcheinander gebracht. Der Baggerfahrer sezierte das Gebäude regelrecht, weil viele Baustoffarten getrennt werden müssen: „Holz ist nicht gleich Holz“, sagte ein Mitarbeiter. Auch die Dachpappe musste gesondert entsorgt werden. Darum stand eine ganze Armada von Containern auf dem Schulhof. An einer anderen Stelle lagen die Metallteile herum, schon nach Sorten getrennt: Stahl und Kupfer.

Die Schaulustigen sollten sich zum Schutz hinter dem Bauzaun aufhalten. Wenn der Bagger Holzbalken in den Container werfe, könne schon mal was daneben gehen. „Wenn dann einer hinter dem Container steht, den sieht der Baggerfahrer nicht“, warnte ein Arbeiter.

Vor dem Abriss waren die Fenster ausgebaut und die Böden herausgerissen worden. Alles, was noch brauchbar war, wird in der Behelfsschule am Sportgelände wiederverwendet, etwa Beleuchtungskörper. Einige Möbel sind eingelagert worden, vieles wurde verschenkt. Davon profitierte auch ein Verein in der Nachbarstadt Moosburg, der eine Montessori-Schule gründen will. Dass dieser Besprechungstische, Werkbänke und einiges mehr hat abtransportieren dürfen, machte Vorsitzender Thomas Becker in einem Rundschreiben öffentlich.

Während der Abriss läuft, bereitet eine Gruppe von Arbeitern hinter dem alten Schulhaus mit schwerem Gerät schon die Erdarbeiten für den Neubau vor. Material liegt auf dem gemeindeeigenen Unterwirtsgelände in der Nähe.

Der Zeitplan ist sportlich: Der Spatenstich für den Neubau ist für 16. September vorgesehen. Die Gemeinde Langenpreising bekommt eine neue Schule in Holzbauweise, die bis zum Herbst 2017 fertig stehen soll.

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