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Wir wollten was für die Allgemeinheit tun“: Kommandant Bernhard Schwarzbözl (knieend) mit dem Frühdefibrillator und (v. l.) Anton N euwirt (IG Zustorfer Weiher), Andi Steiner (Bayern-Fanclub), Eva Csauscher (IG), Petra Schäffl (Wintermarkt-Team), Angelika Spitzer und Max Steck (beide Stefansschützen), Lorenz Maier mit Katharina, Johann Sedlmeier, Hans Buchner (Feuerwehr) , Martin Mair und Dominik Eibl (SV Zustorf).

Spendenaktion in Zustorf

Lebensretter Defi – alle Vereine zahlen mit

Der Wintermarkt ist ohnehin schon ein Gewinn für Langenpreising. Jetzt hat die Feuerwehr Zustorf mit ihren Einnahmen daraus wichtige Ausrüstung angeschafft. Das ganze Dorf half mit.

Zustorf – Die Feuerwehr Zustorf hat jetzt bei jedem Einsatz einen Frühdefibrillator dabei. Das Gerät ist ein Lebensretter für Patienten mit Herzrhythmusstörungen oder Kammerflimmern. Der Defi diene aber auch zum Schutz der eigenen Kameraden, erläuterte Kommandant Bernhard Schwarzbözl bei der offiziellen Übergabe „Es hat schon den Fall gegeben, dass ein Kamerad im Einsatz umgekippt ist.“ Das Beste daran: Für die Ausrüstung im Wert von 2600 Euro hat die ganze Dorfgemeinschaft zusammengelegt.

Zunächst sei es um den Erlös der Feuerwehr vom Wintermarkt gegangen, berichtete Schwarzbözl. „Wir wollten was für die Allgemeinheit tun.“ Diese Idee kam gut an. Alle Vereine hätten sofort mitgemacht. „Ich war überwältigt von der Spendenbereitschaft“, sagte Schwarzbözl gegenüber der Heimatzeitung.

Feuerwehr, Sportverein, Stefansschützen, Interessensgemeinschaft Zustorfer Weiher, FC-Bayern-Fanclub und der Kriegerverein aus Zustorf haben dafür jeweils 300 Euro gespendet, das Langenpreisinger Wintermarkt-Team noch einmal soviel und der Biogasanlagenbetreiter Lorenz Maier 500 Euro.

Die Defi-Übergabe fand im Rahmen einer gemeinsamen Übung von Feuerwehr und Johannitern statt. Steffen Schutt vom Johanniter-Ortsverband Wartenberg gab den 16 Aktiven eine erste Einweisung. Dieses Wissen wollen die Aktiven auch an die Bevölkerung weitergeben.

Das hochmoderne Gerät ist Teil einer Material-Offensive: Das Ziel ist, Ausrüstung quer durch die Hilfsorganisationen zu vereinheitlichen. Solche Defis hat auch der Rettungsdienst im Einsatz. Vorteil: „Wenn der Rettungsdienst an die Einsatzstelle kommt, und die Elektroden sind schon aufgeklebt, kann der einfach einstöpseln“, erläuterte der Kommandant. Außerdem seien Ersatzteile wie Batterien oder Elektroden zentral leicht zu beschaffen.

Bei der Übung machten sich die Feuerwehrler mit dem Johanniter-Rettungswagen vertraut. Diese Fahrzeug- und Gerätekunde war auch für Steffen Schutt wichtig, kommen doch die Johanniter in der Regel nur zu zweit zur Einsatzstelle. Da sei es gut, wenn ein kundiger Feuerwehrangehöriger schnell mal Material aus dem Rettungswagen holen könne.

Die gewaltige Spendenbereitschaft der Zustorfer Bevölkerung ermöglicht der Feuerwehr auch noch weitere Anschaffungen: ein Spineboard und ein Erste-Hilfe-Rucksack, die noch gesondert übergeben werden. Klaus Kuhn

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