Deutlmooser Strasse

Mit Tempo 30 zum Sportzentrum

Langenpreising – Die Anwohner der Deutlmooser Straße in Langenpreising haben einen Teilerfolg errungen. Zumindest am Wochenende können sie wieder vor der eigenen Haustür parken. Gleichzeitig gilt Tempo 30 auf der Zufahrt zum Sportzentrum.

Das Halteverbot auf der Deutlmooser Straße wird gelockert, aber längst nicht so weit, wie es eine Interessengemeinschaft der Anwohner gern hätte. Gleichzeitig erlässt der Gemeinderat Langenpreising Tempo 30 auf der Zufahrt zum Sportzentrum. Wie berichtet hatte es von Seiten der Anlieger massive Vorbehalte gegen das Halteverbot gegeben. Es war für den Schulbus erlassen worden, der die Behelfsschule am Sportheim erreichen muss. Dass der Antrag an den Gemeinderat nicht unterschrieben war und auch keine Namen darunter standen, kritisierte Bürgermeister Peter Deimel in der Sitzung des Gemeinderats stark.

Von Montag bis Freitag bleibt das Halteverbot. Am Wochenende wird es aufgehoben. Eine stundenweise Beschränkung tagsüber lehnten die Gemeinderäte ab, unter anderem, weil dann der Winterdienst nicht sinnvoll arbeiten kann. Ferner wurde die Unmöglichkeit einer Überwachung als Grund für eine möglichst einfache Regelung angeführt. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 20 Stundenkilometer lehnten die Räte ab, Tempo 30 fand dagegen eine Mehrheit. Bauliche Verengungen der Straße fielen durch.

Eine alternative Route zu den Sportanlagen ist zumindest im aktuellen Flächennutzungsplan eingetragen. Darum musste der Gemeinderat darüber gar nicht erst abstimmen. Die Bürger hatten verlangt, dass der Gemeinderat sich darüber Gedanken gemacht. Das hat er einige Tagesordnungspunkte vorher schon getan, als es nämlich um genau den Flächennutzungsplan ging.

Dabei argumentierte Andreas Steiner (SPD) mit der möglichen Notwendigkeit einer weiteren Zufahrt zu den Sportanlagen und fand damit durchaus Gehör. Dass die vergleichsweise schmale Deutlmooser Straße immer weitere publikumsintensive Bereiche erschließen würde, war nie geplant. Und jetzt ist nach Ansicht der organisierten Anwohner die Straße einfach zu schmal.

Tatsächlich sind die Sportanlagen und die Schützenhalle am Ende der Straße gebaut worden, der Bauhof wurde dort angesiedelt. Im Flächennutzungsplan steht eine Entlastungsstraße von der Frauenstraße her. Architekt Franz Pezold zeigte sich bei der Beratung des Flächennutzungsplans offen für diese Überlegungen, gab aber zu bedenken, dass das eine recht lange Straße werden würde.

Der Vorstoß der Anlieger an der Deutlmooser Straße war aber auch Anlass für einen ganz anderen Antrag von Melerowitz, der einstimmig durchging: Das Landratsamt als Baurechtsbehörde sollte doch prüfen, inwieweit die Stellplatzverordnung in Langenpreising überhaupt eingehalten wird, vorhandene Stellplätze zweckentfremdet werden. Zweiter Bürgermeister Josef Straßer deutete an, dass dabei auch der eine oder andere echte Schwarzbau zutage treten könnte.

Klaus Kuhn

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