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Niveau-Unterschiede: Die Schachtdeckel (vorne) markieren die zukünftige Straßenhöhe, die deutlich über dem der Grundstücke an der Linnerwegstraße (im Hintergrund) liegt.

Verunsicherung wegen Neubaugebiet Thenner-See-Straße

Hochwassergefahr aus dem Neubaugebiet: Nachbarn in Langenpreising in großer Sorge

Verunsicherung herrscht bei den Anwohnern der Linnerwegstraße in Langenpreising über das Neubaugebiet Thenner-See-Straße, das direkt angrenzt. Jetzt, da die Erschließungsarbeiten voranschreiten und mit den Schachtdeckeln auch die Höhe der zukünftigen Erschließungsstraße klar wird, haben die Anwohner die Sorge, dass ihnen das Wasser in den Garten und vielleicht sogar in die Keller laufen könnte.

VON KLAUS KUHN

Langenpreising – Ein gemeinsamer Termin mit Bürgermeister Peter Deimel und interessierten Anliegern soll jetzt erstens noch einmal die Planung transparent machen und zweitens die Wogen glätten. Die Schachtdeckel, die wohl das zukünftige Straßenniveau markieren, ragen deutlich über das Niveau der Grundstücke an der Linnerwegstraße hinaus. Adolf Neidhart, einer der Betroffenen, schätzt, dass es bis zu 80 Zentimeter werden könnten. Das Thema wird den Gemeinderat demnächst befassen. Rat Stephan Hoynatzky hat einem Schreiben von Rechtsanwalt Heinz Hoynatzky an Neidhart zufolge verlangt, dass das Thema behandelt wird.

Neidhart sagte bei einem Ortstermin mit der Heimatzeitung: „Uns ärgert einfach, dass wir nicht informiert worden sind.“ Heinz Hoynatzky wird in einem Schreiben an Bürgermeister Peter Deimel gerade diesbezüglich deutlich: „Der sich jetzt abzeichnende Konflikt wäre sicher zu vermeiden gewesen, wenn man vorausschauend die betroffenen Anwohner umfassend informiert hätte.“

Jetzt schlägt der Anwalt einen Ortstermin mit Bürgermeister, Planern und Genehmigungsbehörde vor, meint aber zugleich, dass dafür die Zeit dränge, denn die Frist für einen Normenkontrollantrag beim Verwaltungsgerichtshof laufe am 11. März ab.

Unklar ist den Anwohnern an der Linnerwegstraße nicht nur die Entwässerung, sondern auch, wie sich das optisch in Zukunft auswirken soll, wenn der unmittelbare Nachbar einen halben Meter aufschütten soll.

Der von Heinz Hoynatzky angeregte Gesprächstermin wird stattfinden. Bürgermeister Deimel bat hierzu allerdings noch um etwas Geduld, weil einer der beteiligten Fachplaner urlaubsbedingt nicht so schnell greifbar sei, wie er der Heimatzeitung auf Nachfrage berichtete. Die Versickerungseinrichtungen für das Oberflächenwasser lassen ihm zufolge eine andere Konstruktion als die jetzt ermittelte Geländehöhe nicht zu. Er sei aber gern bereit, das zusammen mit den Beteiligten vor Ort noch einmal zu erläutern, sagte Deimel, er konnte sich dabei aber andererseits eine bissige Bemerkung an die Kritiker nicht verkneifen: „Die hätten doch bloß in die Sitzungen kommen brauchen, die waren alle öffentlich.“

Das entspricht den Tatsachen: In der öffentlichen Sitzung am 12. Februar 2019 war es sehr ausführlich nicht nur um die Oberflächenwasserbehandlung, sondern auch um die daraus folgenden Geländeniveaus gegangen. Der Gemeinderat hatte viel Gehirnschmalz in diese komplizierten Themen investiert. Umgekehrt geht aus den Schreiben hervor, dass erst jetzt, da an der Baustelle Fakten geschaffen worden seien, diese für die Betroffenen richtig sichtbar geworden seien.

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