Wimbledon-Siegerin und Ex-Graf-Rivalin mit nur 49 Jahren gestorben

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Treffpunkt Dorfladen: Auf einen gemütlichen Kaffeeklatsch schauen viele Bürger gerne in Langenpreising vorbei.

100 Tage Dorfladen Langenpreising

Volle Körbe und neue Bekanntschaften

Langenpreising – Vor 100 Tagen hat in Langenpreising der Dorfladen eröffnet. Kunden und Mitarbeiter ziehen eine Zwischenbilanz.

Von Klaus Kuhn

Es ist Freitag, später Vormittag. Vor dem Dorfladen in Langenpreising sitzt eine Gruppe von Männern zusammen. „Wir sind die neuen Hausfrauen“, frotzeln sie, blinzeln in die Sonne und lassen sich ihren Kaffee schmecken. Derweil sitzt drinnen Bettina Rixen vom Helferkreis Asyl mit einer jungen Mutter aus Eritrea zusammen. Sie ratschen. Das kleine Kind hat sichtlich Hunger, und als dieser gestillt ist, erwacht die Neugier: Die Deko-Artikel sind aber auch gar zu interessant. Eine Kiste mit Spielsachen, findet Rixen, wäre geradezu großartig. „Da sollten wir vielleicht mal sammeln. Es sind sicher noch mehr Kinder hier.“

Dabei haben die Dorfladen-Macher schon so viel gesammelt. James Loge, seit einem Jahr in Langenpreising, findet immer wieder was Neues. „Der Laden ist für mich wie geschaffen“, befindet er. „Man kriegt einfach alles, und die Dekoration ist derart liebevoll gemacht. Da ist enorm viel gesponsert worden, von allem etwas.“ Er hat gerade gefrühstückt, wird bald zu seiner Schicht am Flughafen abgeholt. Irgendwie kommt die Unterhaltung auf die Unsitte, die deutsche Sprache mit Anglizismen zu verhunzen. Menschen, die sich vorher noch nie gesehen haben, kommen ins Gespräch, der Neubürger bekommt sogar Interesse an einer Mitarbeit im Helferkreis.

Unterdessen schiebt ein Rentner sein Gehwagerl durch die Gänge. Der Einkauf mit seiner Frau wird zu einer gemeinsamen Aktion, die Gänge sind breit genug auch für diese Käuferkreise, die sonst nicht so mobil sind, dass sie mal eben ins Auto steigen können, um einen Supermarkt aufzusuchen. Ein anderer Kunde könnte das zwar, will aber nicht: Mike Hilberg, Stadtrat in Moosburg, ist mit seiner Frau mit dem Fahrrad hergekommen und bewusst an mehreren Supermärkten vorbei gefahren. Er findet den Dorfladen „einfach nur klasse“, sagt er, und stellt einen vollen Korb auf den Tresen vor Mitarbeiter Florian Müller.

Für ihn sind die Kunden mit den vollen Körben naturgemäß die liebsten. Und davon hat er offenbar genug: „Die Zahlen stimmen, sie sind alle im grünen Bereich“, fasst er die wirtschaftliche Lage zusammen. „Der Laden hat sich gut etabliert, die Kundenzufriedenheit ist groß.“ Konkret: „Die Umsatzerwartungen sind alle erfüllt worden.“ Und zu denen, die dazu beitragen, gehören eben auch die, die den Dorfladen zu einem Treffpunkt im Dorf gemacht haben. Der Helferkreis ist nur eine dieser Gruppen. „Wir kommen immer wieder hierher, auch gerne mal mit den Flüchtlingen“, sagt Rixen.

Nach wie vor werden aber auch die vorbereiteten Formblätter mit den Wünschen der Kunden für das Sortiment abgegeben. „Wir haben davon schon vieles umgesetzt, und werden auch noch weiter am Sortiment feilen“, sagt Müller dazu. Jetzt gehe es an die Suche nach einem Marktleiter mit entsprechender Erfahrung. Eine Reinigungskraft hat man schon anstellen können.

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