+
Der neue Vorstand (vorne, v. l.): Markus Daschinger, Franz Heilmaier, Thomas Reiter, (hinten, v. l.): Bürgermeister Peter Deimel, Albert Deutinger jun., Georg Böck, Sebastian Gumberger, Christian Faltlhauser und Martin Bauer jun.

Jahrershauptversammlung

Weniger Kitz-Tode dank Drohneneinsatz: Langenpreisinger Jagdgenossen ziehen positive Bilanz

Die Jagdgenossenschaft Langenpreising setzt mit Franz Heilmaier und Thomas Reiter auf das bewährte Führungsduo. Bei den Neuwahlen wurden auch die beiden Beisitzer Georg Böck und Sebastian Gumberger bestätigt. Mit Kassier Winfried Reiter und Schriftführer Johann Sellmair wurden zwei jahrzehntelange Vorstandsmitglieder verabschiedet.

Zustorf – Markus Daschinger ist jetzt Kassier, Albert Deutinger jun. Schriftführer. Kassenprüfer sind Christian Faltlhauser und Martin Bauer jun.

In seinem Geschäftsbericht ließ Jagdvorsitzender Heilmaier wissen, dass die neuen Abschusspläne im vergangenen Jahr in Kraft getreten seien. Im Revier I der Familie Auer erfolgte eine Reduzierung von 240 auf 211 Stück pro drei Jahre, im Revier II (Danner) wurde der Abschuss von 70 auf 83 Stück alle drei Jahre erhöht.

Der Abschuss liege im Rahmen, zu beklagen seien allerdings viele Wildunfälle. Zum größten Problem sei mittlerweile die Freizeitgesellschaft geworden, Motocrossfahrer im Wald und viele Hunde, teils ohne Leine. Der Niederwildbestand habe sich dank des trockenen Jahres erholt. „Es sind viele Junghasen davongekommen“, freute sich Heilmaier. Die Mähverluste habe man dank der Drohne von Hermann Holzner deutlich senken können. Der Jäger hat dafür von Mai bis Juni insgesamt 55 Stunden aufgebracht, ist mit seiner Drohne 20 Wiesen mit einer Fläche von 100 Hektar abgeflogen und hat dabei 25 Kitze aufgespürt und gerettet.

Dem Vorschlag des Vorstands, die Anschaffungskosten von 8000 Euro mit 2000 Euro zu bezuschussen, stimmten die Jagdgenossen einstimmig zu. Im weiten Umkreis sei der Einsatz einer Drohne einzigartig.

Aber nicht nur aus diesem, sondern aus einem weiteren Grund könneman als „Vorzeige-Jagdgenossenschaft“ bezeichnet werden. 2019 hätten viele Landwirte am Kulturlandschaftsprogramm (kulap) teilgenommen, 51 Prozent der Flächen würden entsprechend bewirtschaftet.

In der Gemeinde gibt es insgesamt 1500 Hektar Ackerfläche, davon 460 Hektar Grünland. „187 Hektar Fläche werden der Natur zur Verfügung gestellt“, sagte Heilmaier, der betonte: „Wir hätten das Volksbegehren nicht gebraucht.“

Dem Kassenbericht Reiters zufolge, der die Kasse vier Jahrzehnte geführt hat, wird der Jagdpachtschilling im zweijährigen Turnus und somit erst wieder 2021 ausbezahlt. Ein Teil davon soll unter anderem für die Kostenbeteiligung der Drohne, für die Ausgaben zum Schobern und Greddern der Straßen sowie für die Vergütung des Vorstands, die neu festgelegt wurde, verwendet werden.sys

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare