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An der Langenpreisinger Schule ist das offene Ganztagsangebot erneut durchgefallen.

Noch weniger Anmeldungen als beim ersten Versuch

Wieder kein offener Ganztag in Langenpreising

Die intensive Vorarbeit des Hauptausschusses des Gemeinderats von Langenpreising hat sich gelohnt: Der Gemeinderat winkte den Haushalt für 2020 ohne Veränderungen durch. Eine offene Ganztagsklasse, wurde in der Sitzung deutlich, ist allerdings ein weiteres Mal vom Tisch.

VON KLAUS KUHN

Langenpreising – Die Haushaltsstelle für die offene Ganztagsschule ist mit null Euro angesetzt worden, die für die Mittagsbetreuung dagegen auf die volle Höhe für ein ganzes Schuljahr. Die Einrichtung einer offenen Ganztagsklasse nämlich ist auch im zweiten Anlauf gescheitert. Die Schule hat mitgeteilt, dass die Zahl der Anmeldungen gegenüber dem ersten Versuch sogar zurückgegangen ist. Damit bleibt es einem Schreiben der Schulleitung an Bürgermeister Peter Deimel zufolge bei der Mittagsbetreuung.

Noch in der vergangenen Versammlung der CSU in Langenpreising hatte Bürgermeisterkandidat Leo Melerowitz deutlich gemacht, dass er und seine Partei die offene Ganztagsschule wollen. Deimel erläuterte nun gegenüber der Heimatzeitung, dass die ungeklärte Frage, was mit den Ferien ist, letztlich die Entscheidung der Eltern gegen die offene Ganztagsklasse und für die Mittagsbetreuung bestimmt habe. Die Mittagsbetreuung ist bezüglich Ferien deutlich flexibler als die offene Ganztagsklasse, die streng an die bayerischen Schulferien gebunden ist.

Anders als beim ersten Anlauf gab es keinerlei Kritik an der Schulleitung. Wie berichtet, hatten etliche Räte die Informationspolitik der Schulleitung, was die offene Ganztagsklasse angeht, als nicht ausreichend kritisiert. Daraus hatte die Schulleitung Konsequenzen gezogen und frühzeitig und umfassend informiert. Eine Abfrage des Bedarfs ist durchgeführt worden, jetzt liegen die Zahlen vor. 41 Eltern wünschen demnach keine Betreuung, 25 Eltern eine Hortbetreuung, 14 weitere eine Mittagsbetreuung. Gerade mal sechs entschieden sich für die offene Ganztagsklasse bis 14 Uhr, und noch einmal weniger, nämlich vier, wollten das offene Angebot bis 16 Uhr.

Die Mindestgröße für eine offene Ganztagsschule bis 14 Uhr hätte aber bei zwölf Schülern gelegen, für die längere Gruppe hätten es sogar 14 Schüler mindestens sein müssen. Schulleiter Martin Brandlmaier in angesprochenem Schreiben: „Wir werden daher wohl auch im kommenden Jahr mit einer Mittagsbetreuung weitermachen müssen.“

Wie berichtet, war es den hart arbeitenden Mitgliedern des Hauptausschusses nicht gelungen, die gesetzliche Mindestzuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt darzustellen. Noch immer fehlen etwa 85 000 Euro. Bürgermeister Deimel sagte der Heimatzeitung nach der Sitzung des Gemeinderats: „Ich habe mich noch einmal mit dem Kämmerer zusammengesetzt. Er hat mir gesagt, dass mehr einfach nicht drin ist.“ So wird die Gemeinde Langenpreising wohl darauf hoffen müssen, dass es in der Jahresrechnung etwas besser aussieht als jetzt im Haushaltsplan.

Immerhin hat die Gemeinde einige Einnahmen aus Grundstücksverkäufen, namentlich im Neubaugebiet Thenner-See-Straße, in den Etat geschrieben. Abweichend von den Voraussagen in der Sitzung des Hauptausschusses macht man sich in Rat und Verwaltung jetzt doch Hoffnungen, dass der Haushalt den Segen der Kommunalaufsicht bekommen wird.

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