zu wenige Besucher

Stirbt der Feuerwehrball?

Die Feuerwehr Langenpreising denkt darüber nach, den traditionellen Ball nicht mehr zu feiern.

Langenpreising – Stirbt der größte Faschingsball in der Gemeinde Langenpreising? Der Vorstand der Feuerwehr denkt nach den Worten von Natalie Kienmüller-Stadler ernsthaft darüber nach, den Ball aufzugeben, weil die Einnahmen den Aufwand bei den sinkenden Gästezahlen nicht mehr decken. „Wenn es dann gerade so Null auf Null ausgeht, dann ist das nichts. Da wird einfach zu viel Arbeit und zu viel Herzblut reingesteckt“, sagte die 2. Vorsitzende gegenüber der Presse. Sie betonte ausdrücklich: „Das liegt dann nicht am Wirt. Das ist einzig und allein die Feuerwehr, die sich das überlegen muss.“ Es sei nicht das erste Mal, dass die Feuerwehr über diesen Schritt nachdenke. Heuer sei der Ball wegen des Gemeindejubiläums noch einmal gefeiert worden. Auf den ersten Blick sah der Saal vom Schmankerlhof Oberwirt gut gefüllt aus, aber Kienmüller-Stadler gab sich da keiner Illusion hin. „Das waren früher viel mehr Leute.“

Der größte Kostenblock sind Gagen für die Band. Auch hier wollte Kienmüller-Stadler nicht meckern: „Die sind wirklich gut“, fand sie. Aber so eine Band kostet eben auch Geld. Und dann kommen die Gebühren etwa für die GEMA dazu. Das müsse durch die Eintrittspreise gedeckt werden, und das werde immer schwerer.

Die Feuerwehr Langenpreising ist mit dem Problem nicht allein: Auch in Berglern, wo sich die Dorfgemeinschaft zum „Ball der Vereine“ zusammengeschlossen hat, wurde Strichliste geführt, und immer mit der bangen Frage, ob es reicht.

In Pesenlern wurde ebenfalls spitz gerechnet, und hier kommt noch eine eher bescheidene Saalgröße erschwerend hinzu. Beim „Skihaserl-, Schützen- und Spritzenball“ denkt aber niemand ans aufhören, die Veranstalter – drei Vereine aus Wartenberg – gaben sich an dem Abend durchaus zufrieden mit dem Besuch. Der Aschermittwoch könnte also im einen oder anderen Fall noch länger nachwirken.

von Klaus Kuhn 

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