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Fleißig gewerkelt haben Hausmeister Michael Brenninger (r.) und Schulleiter Michael Braun für die neue Lernlandschaftt in der Aula.

Investitionen stehen an 

Langsam geht an der Marie-Pettenbeck-Schule der Platz aus

100 Mittelschüler mehr als noch vor zehn Jahren, zwei schon ausgelagerte Klassen: Die Marie-Pettenbeck-Schule Wartenberg platzt langsam aus allen Nähten. Der Schulverbandsvorsitzende fordert Lösungen, und zwar möglichst bald.

Wartenberg – Die Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg wird zu klein. Bei der Sitzung des Mittelschulverbandes im Rathaus sprach Schulverbandsvorsitzender Hans Wiesmaier von einem „Jahr der Entscheidungen“, das jetzt angelaufen sei. Er vermied zwar jede Festlegung, in welche Richtung es baulich weitergehen könne, machte aber deutlich, dass vor allem mit dem zunehmenden Ganztagsbetrieb an der Schule die Raumsituation beleuchtet und dazu die Zuschussfrage geklärt werden müsse.

„Wir werden uns mit dem Kultusministerium und der Regierung kurzschließen“, kündigte Wiesmaier an und sprach von einem „Raumgutachten“, das nötig sei, und orakelte: „Ich bin schon gespannt, was da rauskommt.“ Fest steht für Wiesmaier, dass die sich hier ankündigenden Großinvestitionen ohne massive Bezuschussung durch den Freistaat Bayern gar nicht zu stemmen sein werden.

Der Schulverband wird gewissermaßen Opfer des eigenen Erfolgs: „Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir eine Steigerung der Schülerzahl generieren können“, sagte Wiesmaier. An der Mittelschule habe man im Vergleich zum Vorjahr 22 Schüler mehr und sei nun bei 322. Vor zehn Jahren waren es noch 100 Schüler wenig. Die Grundschule verzeichne mit 204 Kindern konstanten Besuch. „Eine Schule mit über 500 Schülern – das ist etwas, was zu stemmen ist.“

Sechs gebundene Ganztagsklassen seien es derzeit, eine zweite offene Ganztagsklasse sei aufgrund des gestiegenen Bedarfs beantragt, 64 Lehrkräfte seien an der Schule tätig. Die Zahl der ausgegebenen Mittagessen sei auf 200 gestiegen. Bei der Anlieferung müssen laut Wiesmaier Veränderungen her, weil die schräge Rampe nicht mehr zeitgemäß sei.

Ausdrücklich lobte er den Markt Wartenberg, der einen eigenen Bildungsausschuss unter dem Vorsitz von Bürgermeister Manfred Ranft gebildet habe und damit in der Lage sei, das Thema zu bearbeiten. „Wir werden in den nächsten Monaten eine intensive Sitzung über die Schulentwicklung halten müssen“, kündigte der Schulverbandsvorsitzende für das von ihm geleitete Gremium weiter an.

Wie ernst die Lage schon ist, machte er an der Tatsache deutlich, dass zwei Klassen ins Josefsheim ausgelagert sind. Das seien zwar die Klassen, die man nach der Auflösung der Heimvolksschule übernommen habe, aber: „Wir hätten die in dem bestehenden Gebäude auch nicht unterbringen können.“

Klaus Kuhn

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