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Es begann mit einem Experiment: Sabrina Fox ist zu jeder Jahreszeit vorwiegend barfuß unterwegs.

Sabrina Fox

Barfuß durchs Leben

„Barfuß durch den Sommer“, sang einst Jürgen Drews. Und genau das ist es, was Sabrina Fox allen Menschen wärmstens ans Herz legt.

Innerbittlbach Ein bisschen Barfußlaufen würde schon helfen, die Natur bewusster wahrzunehmen und zu spüren. Davon ist die Autorin, Mediatorin und Künstlerin aus Innerbittlbach überzeugt. Sie selbst macht es schon seit drei Jahren – zu jeder Jahreszeit.

Natürlich nur, wenn es Kälte und Hitze zuließen, ergänzt Fox. „Ich bin ja keine Masochistin.“ Trotzdem sei sie zu rund 90 Prozent der Zeit ohne Schuhe unterwegs – mit unterschiedlichen Reaktionen der Leute. Während Frauen ziemlich überrascht seien, nähmen es Männer eher amüsiert zur Kenntnis. Und wahrscheinlich – dabei lacht sie – denke der eine oder andere:„Die spinnt halt.“ Im Großen und Ganzen habe sie jedoch festgestellt, dass die Leute hierzulande „großzügiger“ geworden seien. In Kalifornien, wo sie 15 Jahre gelebt hat, wären die Reaktionen sicherlich ablehnender ausgefallen.

Alles begann mit einem Experiment. Sabrina Fox, die vielen noch unter ihrem Mädchennamen Lallinger als BR-Fernsehmoderatorin bekannt sein dürfte, wollte im Rahmen des Buchprojekts „Auf freiem Fuß“ ein Jahr lang lediglich einen Selbstversuch durchführen. Dabei entdeckte sie „ein verlorenes Sinnesorgan“. Allein das lautlose Gehen auf den Vorderfüßen sei etwas Wunderbares, und ihre Rückenprobleme hätten sich in Luft aufgelöst.

Weiter berichtet Fox von überraschenden Erfahrungen. So fühle sich Neuschnee warm an und von unschöner Hornhaut fehle jede Spur. Diese entstehe erst bei Reibung, also beim Tragen von Schuhen. Die „Schublade Esoterik“ findet die gebürtige Münchnerin für sich nicht passend. Sie führe vielmehr ein spirituelles Leben. Glaube sei ihr schon seit der Kindheit wichtig, und nicht umsonst war sie als Zehnjährige Bayerns erster weiblicher Ministrant, in Sankt Gertrud im Münchner Norden.

Von der Existenz von Engeln ist Fox überzeugt. Zu den Religionen allerdings, „die alle sehr männerlastig sind“, pflege sie mittlerweile eine gewisse Distanz. „Jeder muss seinen Glauben für sich selber finden“, ist die jung gebliebene 58-jährige überzeugt.

Auch zum Thema Politik hat Fox eine eigene Sichtweise. Es sollten keine Parteien gewählt werden, sondern Themen, denn „das Parteiensystem hat sich erledigt“. Mit einem Punktesystem würde festgestellt, was den Leuten wichtig ist. Dies sei dann von einem Expertenteam umzusetzen.

Obwohl sie erst seit eineinhalb Jahren mit ihrem Lebensgefährten, dem Maler Stanko, in Innerbittlbach in einem ehemaligen Bauernhof direkt neben der Kirche lebt, habe sie die neue Heimat ins Herz geschlossen. Leider hat der Besitzer Eigenbedarf angemeldet, so dass die zwei auf der Suche nach einem neuen Haus sind. Möglichst in der Nähe und so groß, dass beide Ateliers Platz finden.

Albert Zimmerer

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