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Informierten sich über den Baufortschritt der A 94 an der Isental-Brücke (v. l.): Alfred Stangassinger, Technischer Geschäftsführer der Isental Autobahn GmbH & Co. KG, Wolfgang Wüst, Präsident Autobahndirektion Bayern Süd, Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, Josef Seebacher, Pressesprecher Autobahndirektion, Thomas Kreuzer, CSU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, Umweltministerin Ulrike Scharf und die stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzende Gudrun Brendel-Fischer.

Besuch der CSU-Fraktion

Bau der A 94 voll im Zeitplan: Eröffnung im Oktober 2019

Das 33 Kilometer lange Teilstück „Dorfen“ inmitten der Isental-Autobahn A 94 wird wie geplant am 13. Oktober 2019 fertig sein. Das versicherten am Freitag Alfred Stangassinger (Technischer Geschäftsführer Isental Autobahn GmbH & Co. KG) und Wolfgang Wüst (Präsident Autobahndirektion Bayern Süd) bei einem Ortstermin mit dem geschäftsführenden Vorstand der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Lengdorf – Eine Delegation um den Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer hatte vormittags eine Info-Tour entlang der A 94-Neubaustrecke in Lengdorf an der Isental-Brücke begonnen. Die CSU-Fraktion wolle sich einfach mal vor Ort informieren, wie es mit dem Bau der A 94 als derzeit größtes Straßenbauprojekt in Bayern aussehe, sagte Kreuzer. Man beobachte das Projekt und sei froh, dass es insgesamt weitergehe, angesichts der Unfälle auf der alten B 12 und dem Drängen aus dem ostbayerischen Raum sowie Chemiedreieck nach einer leistungsfähigen Verkehrsverbindung. Leider sei die A 94 ein Beispiel, „wie lange Planungszeiten gehen können“, sagte Kreuzer. In Berlin sei daher jetzt beschlossen worden, „ein Planungsbeschleunigungsgesetz zu machen“.

Die A 94 sei derzeit Bayerns größte Straßenbaustelle, die seit über 40 Jahren geplant werde, erläuterte Wüst den Politikern. Am Teilstück „Dorfen“ werde seit zwei Jahren gebaut, mittlerweile sei die Halbzeit des Projekts erreicht. „Wir sind optimistisch, dass wir planmäßig fertig werden“. Mit dem ÖPP-Modell sei man „erfolgreich und auf einem guten Weg“. Kernbereich des 33 Kilometer langen Teilstücks ist die 600 Meter lange Isental-Brücke bei Lengdorf. Auch die weiteren A 94-Teilbereiche im Osten können in Angriff genommen werden.

Die Isental-Brücke sei Beispiel eines modernen Standards, wie man eine Straßenstruktur plane. Wo eine 20- Meter-Brücke für die Isen gereicht hätte, wurde mit 600 Metern Spannweite der Talbereich überspannt, damit der ökologische Austausch nicht unterbrochen werde. „Unbestritten“ sei der Eingriff in Natur und Landschaft, aber es werde durch Ausgleichsmaßnahmen „viel zurückgegeben“.

„Der Erdbau ist fast ganz fertig“, berichtete Stangassinger. Auf den 33 Kilometern seien 3,1 Millionen Kubikmeter Erde abgetragen und 680 000 Kubikmeter Überschuss an der Strecke deponiert worden. Bei Dorfen sei mit dem Oberbau der Fahrbahn begonnen worden. Ende des Jahres seien alle 56 Ingenieur-Bauwerke im Bau. Die Isental-Brücke ist das größte und längste mit 14 Feldern zwischen 30 und 60 Metern. Sie ist auf 240 Bohrpfählen gegründet, die 32 Meter tief sind, wegen des schlechten Untergrunds. Stangassinger versicherte: „Es sind 609 Tage bis zur Eröffnung. Das halten wir.“ Und auch der Kostenrahmen „wird eingehalten“.

Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl sagte, es sei wichtig, dass wegen der Baustellenbelastungen für die Bürger relativ schnell gebaut wird. Landrat Martin Bayerstorfer meinte mit Blick auf die Brücke: „Einen Schönheitspreis gewinnt so was sicher nicht.“ Im Landkreis Erding reiche es jetzt mit A 94 und A 92 sowie Walpertskirchener Spange und S-Bahn-Ringschluss. Das sei „alles notwendig, aber sicher keine 3. Startbahn und auch keine B 15 neu im Landkreis“. Das meinte auch Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU).

Hermann Weingartner

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