+
Letzte Bilanz: Max Gotz blickte auf seine achtjährige Amtszeit als BRK-Kreischef zurück. Sein Fazit: Seit 2009 sei der damals marode Verband kräftig saniert worden.

BRK-Kreisverband 

Gotz lobt Sanierung und erwartet mehr Sensibilität

  • schließen

Am Ende gab es stehende Ovationen für den scheidenden Vorsitzenden. Ausführlich hatte Max Gotz in der Jahreshauptversammlung seine achtjährige Amtszeit an der Spitze des Sozialverbandes Revue passieren lassen. Mehrmals betonte er, dass er einen tief verschuldeten Kreisverband übernommen und ihn nach Kräften saniert habe. Heute stehe das BRK finanziell auf deutlich besseren Beinen. Gotz sagte aber auch, es sei eine Teamleistung des gesamten Vorstands und der Geschäftsführung gewesen.

Lengdorf – Zu Beginn seiner Amtszeit habe das BRK vor 1,06 Millionen Euro Schulden gestanden. „Unter anderem mussten Darlehen aufgenommen werden, um die Gehälter zu zahlen.“ Allein der Altlastenfonds des Landesverbands habe Erding mit 200 000 Euro belastet. Ein Darlehen des Bezirksverbands in Höhe von 100 000 Euro konnte laut Gotz komplett zurückgezahlt werden. Auch die Schulden aus dem Bau der Fahrzeughalle, einer Fotovoltaikanlage und eines Blockheizkraftwerks hätten deutlich verringert werden können.

Die konsolidierten Finanzen bestätigte Schatzmeister Manfred Herzog. „Der Verband ist geordnet und ohne Risiken.“ 2016 habe man einen Überschuss in knapp 120 000 Euro erzielt. „Wir konnten Schulden abbauen und Polster anlegen“, so Herzog. Deswegen sei das BRK jetzt in der Lage, sich neuen Herausforderungen zu stellen, etwa die Übernahme weiterer Kinderhäuser oder die Erweiterung der Dienstleistungen für Senioren. Herzog berichtete, dass man ein Seniorenheim habe übernehmen wollen, das dann aber habe bleiben lassen.

Das BRK, das aktuell 10 500 Mitglieder zählt, hat sich nach den Worten Gotz’ zu einem „Mittelständler im Zeichen der Menschlichkeit“ entwickelt. 190 Ehren- und 120 Hauptamtliche stünden in Diensten des BRK – so viele wie noch nie. Der Kreisverband hat sich seinen Worten zufolge stark entwickelt. Als Beispiele nannte er neben dem hauptamtlichen Rettungsdienst, Jugendrotkreuz, Bereitschaften und Wasserwacht den Hausnotruf, das Essen auf Rädern, den Fahrdienst, BRK-Second-Hand-Shops in Erding und neuerdings auch Taufkirchen, das Kinderhaus in Altenerding, die Schulkindergärten, den Glückshafen, den Blutspendedienst, die Altkleidersammlung, das Erzählcafé und den Seniorentanz. „Der Kreisverband ist geordnet, auch finanziell“, so Gotz.

Auch auf die geplante neue Rettungswache in Taufkirchen ging Gotz sein. „Es ist erschreckend zu sehen, dass Nachbarn dagegen Sturm laufen“, so Gotz. Es gehe um eine Einrichtung, mit der Leben gerettet würden. „Dagegen vorzugehen, ist schlimm und traurig.“ Er lobte den Taufkirchener Bürgermeister – und seinen Nachfolger – Franz Hofstetter, dass er und der Gemeinderat stehen blieben.

Ausführlich ging Gotz auf die Kritik an der Vorbereitung der Wahl und an der Berichterstattung ein. Der Erdinger/Dorfener Anzeiger habe das BRK nicht Stellung beziehen lassen. Der scheidende Vorsitzende verschwieg dabei, dass dem BRK ein Fragenkatalog dieser Zeitung vorlag, den Kreisgeschäftsühfrer Gisela van der Heijden nicht beantworten wollte.

Gotz erklärte, auch die politischen Vorstandsmitglieder übten hier ein Ehrenamt aus. „Ich erwarte, dass man sensibler mit uns und genauso fair wie mit allen anderen umgeht.“ Das BRK brauche mitnichten einen Neuanfang. Zu behaupten, seine und Hofstetters Vorschlagsliste sei unausgegoren, „das ist völlig daneben“. Er mahnte die Gegner, „sich zu prüfen, ob all das, was gesagt wurde, nützlich war“. Van der Heijden überreichte ihm nach langem Applaus eine Sammlung positiver Erinnerungen ans BRK. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Biker übersteht Unfall mit Schürfwunden
Dieser Unfall hätte schlimmer ausgehen können. Ein Skoda-Fahrer übersah ein Motorrad. Der Biker wurde allerdings nicht schwer verletzt. 
Biker übersteht Unfall mit Schürfwunden
Ausgrabungen abgeschlossen
Wochenlang haben Archäologen in der Stadt Dorfen auf dem Grundstück des abgerissenen Rathauses nach Siedlungsspuren gegraben. Die archäologischen Untersuchungen sind …
Ausgrabungen abgeschlossen
Auf dem Besinnungsweg durch Hainsacker
Mit zwei voll besetzten Kleinbussen sind die Wanderfreunde Himolla von Taufkirchen aus zum internationalen Wandertag nach Hainsacker gefahren.
Auf dem Besinnungsweg durch Hainsacker
So kinderleicht macht man Butter selbst
Einen Tag in der Natur erlebten die Kinder beim Forsterner Ferienprogramm. Sie erkundeten die Tier- und Pflanzenwelt und lernten, wie einfach mal Butter selbst machen …
So kinderleicht macht man Butter selbst

Kommentare