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Ein beliebter Lehrer war Alfred Segiet (vorne mit Frau Erika). Zum Geburtstag gratulierten (v. l.) Michael Braun (BLLV), Vizelandrat Jakob Schwimmer, Michael Oberhofer (BLLV), Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, Pascal, Alfred jun. und Romy Segiet, Ruhestandspfarrer Thomas Zehetmaier und Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter.

Alfred Segiet 90

Ein Lehrer der alten Schule

Taufkirchen – Ältere Leute in der Gemeinde Lengdorf und der Stadt Dorfen kennen Alfred Segiet noch als stets freundlichen und geradlinigen Pädagogen. Er hatte Generationen junger Menschen als Lehrer nicht nur rechnen und schreiben beigebracht.

Seit Juni 2015 wohnt der Schulrektor a. D. im Taufkirchener Senioren-Service-Zentrum. Dort feierte der Jubilar im Kreise der Familie seinen 90. Geburtstag.

Und das gibt’s auch nicht alle Tage, dass gleich zwei Bürgermeister zum Gratulieren kommen. Herzliche Glückwünsche überbrachten Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter und Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl. Dazu wünschte noch Vizelandrat Jakob Schwimmer alles Gute. Und weil Segiet seit 1950 beim Kreisverband des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands (BLLV) Mitglied ist, Kreisvorsitzender war und Ehrenvorsitzender ist, gratulierten auch der aktuelle BLLV-Vorsitzende Michael Oberhofer und sein Stellvertreter Michael Braun. Den Segen Gottes überbrachte aus dem Pfarrverband Isens Ruhestandspfarrer Thomas Zehetmaier.

Alfred Segiet ist im oberschlesischen Neisse auf dem Bauernhof der Eltern aufgewachsen. Dort bekam er wohl auch seine Liebe zur Natur mit. Und das Leben in seiner sehr religiösen Familie hatte den Jubilar auch geprägt. Nach der Schulzeit hatte er seine Ausbildung als Volksschullehrer begonnen. Dann wurde er aber in den Kriegszeiten zur Luftwaffe einberufen. Als 1945 diese schreckliche Zeit vorüber war, führte der Weg des Jubilars über Oberornau nach Pasing, wo er seine pädagogische Ausbildung abschließen konnte. Als Lehrer arbeitete der dann zunächst in der strengen Klosterschule in Algasing, ehe er nach Matzbach ins alte Schulhaus zog und dort die Kinder unterrichtete. Unvorstellbar heute, damals hatte Segiet in einem Klassenzimmer acht Klassen auf einmal im Unterricht.

Im nahen Lengdorf führte Segiet lange die Gemeindekanzlei und war dort auch Gemeinderat. Nachdem die Schule in der ehemaligen Gemeinde Matzbach aufgelöst wurde, war Segiet noch drei Jahre Lehrer an Schule in Lengdorf. Er war stolz, dass damals auch aus seiner Schule Landkinder den Übertritt ins Gymnasium geschafft hatten. Sein Wirken wurde mit der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Lengdorf und der Bürgermedaille gewürdigt.

Dann wartete eine neue Aufgabe auf den Jubilar. In Dorfen war 1972 gerade die damals über 20 Millionen Mark teure neue Zentralschule fertig und bezogen worden. 1974 trat Segiet als Hauptschulrektor die Nachfolge von Franz Anneser an und unterrichtete in Dorfen bis zu seiner Pensionierung 1989.

Sein privates Glück fand der Jubilar mit seiner Frau Erika, die ebenfalls eine Lehrerin war. Die beiden haben zwei Söhne und eine Tochter großgezogen. Inzwischen gehören zur Freude von Opa Alfred sechs nette Enkelkinder zur Familie. Leider könne er aus gesundheitlichen Gründen heute nicht mehr in seinem geliebten Garten arbeiten, wo stets Obst und alles Gemüse für den Mittagstisch selbst angebaut wurde, erzählt der Jubilar.

Hermann Weingartner 

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