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Viele, teils sehr alte Kaffekannen bot Julia Neff (Bild l.) beim Flohmarkt an.

Garagenflohmarkt

„Haus-Entrümpelung“ auf die schöne Art

In Lengdorf fand der erste Garagenflohmarkt statt. Organisiert haben ihn Conny Rybar und Karin Wagner. Nicht nur sie sind mit dem Ergebnis vollauf zufrieden.

Von Anne Huber

Lengdorf – Auch Verkäufer und Besucher lobten das tolle Konzept. Ob Staubsauger, Dirndl oder Ölbild, beim Garagenflohmarkt machten die Besucher am Sonntag interessante Schnäppchen. Vor allem wer Spielzeug oder Artikel für Kinder suchte, wurde für kleines Geld fündig: zahlreiche Lengdorfer Kinder hatten ihre Zimmer ausgeräumt und boten ihre ausrangierten Spielsachen an.

Dass die Auswahl mitunter nicht leicht gefallen ist, bestätigt Pauline. Zusammen mit ihrem Bruder Hannes verkauft sie viele Sachen. Dazu gehört ihre Sammlung rund um die populären Eisprinzessinnen. Elsa und Anna liegen nicht nur als Puppen auf dem Verkaufstisch, Pauline hat auch Uhren und Taschen, die das Konterfei der Disney-Prinzessinnen tragen, im Angebot. „Die Familie wird größer, der Hausstand wird immer mehr“, war für Karin Wagner der Anlass, den Flohmarkt ins Leben zu rufen. In und vor ihrer Garage bietet sie alles an, was in der Familie nicht mehr gebraucht wird. Nur zwei Euro Unkostenbeitrag haben Wagner und Rybar von den Verkäufern verlangt. Was nach den Ausgaben für Werbung und den Druck des Lageplans übrig bleibt, kommt zusammen mit dem Erlös aus Getränke- und Kuchenverkauf der Abteilung Kinderturnen des FC Lengdorf zu Gute. Weil die insgesamt 60 Garagen zum Teil weit auseinanderliegen, haben Rybar und Wagner vorgeschlagen, die Einkaufs- mit einer Radltour zu verbinden. Tatsächlich sind bei bestem Wetter zahlreiche Radler unterwegs, in den Fahrradkörben ist das eine oder andere Flohmarktschnäppchen verstaut. „Für Verkäufer aus dem Außenbereich haben wir im Ortskern eine Fläche bekommen, wo sie ihre Sachen verkaufen können“, erklärt Rybar.

Dort bietet auch Julia Neff ihre Sammlung alter Kaffeekannen an. Zu beschwerlich findet es die alte Dame inzwischen, die Kannen regelmäßig aus dem Schrank zu holen und zu spülen. Rund 30 Exemplare hat sie fein säuberlich vor sich aufgebaut. „Das ist eine echte Rosenthal“, weist sie auf eine Kanne, die sie sich selbst gekauft hat. „Die ist etwas ganz Besonderes“. Die meisten Kannen, ob mit Streublümchen, Goldrand oder in schlichtem Braun hat sie geschenkt bekommen.

Auch wenn sie wie viele andere Verkäufer den Großteil ihrer Ware wieder einpacken wird, hat sich der Flohmarkt gelohnt. Denn er sorgte nicht nur für ein wenig Zusatzgeld in der Haushaltskasse, sondern auch für ein belebtes Lengdorf. „Wir wollten auch etwas für die Gemeinschaft in Lengdorf tun“, sagten die Organisatorinnen. Den netten Ratsch, der sich mit den Besuchern am Stand ergibt, loben viele Verkäufer. Dass der Lengdorfer Garagenflohmarkt im nächsten Jahr erneut stattfinden wird, steht jedenfalls bereits schon jetzt für die Veranstalter fest.

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