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Zu Feuerwehrmännern ernannt wurden Fabian Geisberger, Andreas Osterloher und André Jungwirth (nicht auf dem Bild), zum wurde Oberfeuerwehrmann Markus Wokon ernannt. Mit ihnen freuen sich Vizekommandant Stefan König, Kommandant Florian Bauer, Georg Menzinger vom Feuerwehrverein und Bürgermeisterin Gerlinde Sigl.

Feuerwehr Lengdorf

Kommandant: Stoppt den Gerätehaus-Streit

Lengdorf - Einen Schlussstrich möchte Florian Bauer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lengdorf, unter die Auseinandersetzungen über den Gerätehausneubau gezogen haben. „Wir sind dazu da zu helfen, nicht dass ein großes Haus dasteht.“

Tatsache sei, dass das alte Gerätehaus, das Ende der 1950iger Jahre gebaut worden sei, weder den technischen Erfordernissen des Feuerwehrbetriebs noch den gesetzlichen Grundlagen entspreche, sagte Bauer bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Gasthaus Menzinger. Der geplante Neubau habe aber keinesfalls etwas mit „Größenwahn des Kommandanten“ zu tun, wie ihm hinter vorgehaltener Hand vorgeworfen werde. „Die Schlechtredereien und Anfeindungen müssen endlich aufhören, es ist an der Zeit, dass eine Zusammenarbeit stattfindet“, ermahnte der Kommandant. Auch auf den Standort Am Mühlanger ging Bauer ein. Keine Substanz besitzen seiner Meinung nach die Argumente, dass sich das Areal besser für einen Dorfmittelpunkt eigne, „wie in Leserbriefen philosophiert wurde“. Fakt sei, dass die Fläche im Hochwasserschutzgebiet liege. „Die Genehmigung liegt bei der Behörde, es schaut aber nicht schlecht aus, dass wir sie bald bekommen“.

Auch auf die Kosten ging Bauer ein. „Das ist keine Gewerbehalle, sondern ein öffentlicher Bau, der Vorschriften unterliegt“, sagte er, „wir werden aber schauen, dass wir finanziell auf dem Boden bleiben“. Zwar werde die Feuerwehr „nicht den Rohbau hinstellen können“, man werde aber im möglichen Umfang Eigenleistungen erbringen.

Zufrieden zeigte sich Bauer mit der Entwicklung der Jugendarbeit. „Es freut mich ganz unbandig, dass einige unserer jungen Leute von Haus zu Haus gegangen sind, um Nachwuchs anzuwerben“, sagte er. Immerhin 13 Kinder und Jugendliche hätten auf diese Weise für die Nachwuchsarbeit gewonnen werden können.

Bürgermeisterin Gerlinde Sigl und Kreisbrandmeister Werner Axenböck sprachen sich für den Neubau des Gerätehauses aus. Axenböck erinnerte daran, dass sich die Feuerwehr nach Fertigstellung der Autobahn Gedanken über ein Zugfahrzeug für den vom Landkreis zur Verfügung gestellten Sicherungsanhänger machen müsse.

Über die Arbeit im 138 Mitglieder starken Verein informierte Georg Menzinger. Im letzten Jahr habe der Verein die aktive Wehr bei der Anschaffung von neuen Uniformen unterstützt und den Einbau eines Autotelefons in den Mannschaftswagen ermöglicht. Für den Neubau des Geräteshauses seien bereits Finanzmittel in Höhe von 12 000 Euro eingeplant, sagte er. Ein ehrendes Andenken wolle man dem verstorbenen Ehrenkommandant Engelbert Schatz bewahren, der sich über Jahrzehnte hinweg um die Feuerwehr verdient gemacht habe, sagte Menzinger. Als Nacholger für Schatz’ Amt als Kassenprüfer wurde Micheal Gugetzer bestimmt.

Die Lengdorfer Feuerwehr musste 2015 zu insgesamt 18 Einsätzen ausrücken. Bei zehn technischen Hilfeleistungen, vier Bränden und und vier Sicherheitswachen haben 154 Feuerwehrleute 155 Stunden Dienst geleistet. Für Übungen wurden zusätzlich 247 Stunden aufgewendet.

Anne Huber

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