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Beschluss des Gemeinderats

A 94: Lengdorfer Lärmmessungen noch im Januar

Wenn jetzt schon gemessen wird, dann bekommt Vergleichswerte für die Zeit, wenn Sölders Tempolimit gilt. Deswegen drückt die Gemeinde Lengdorf bei diesem Thema aufs Gas.

Lengdorf – Die Gemeinde Lengdorf wird Lärmmessungen an der A 94 durchführen. Wichtig ist den Gemeinderäten vor allem herauszufinden, zu welchen Ergebnissen das von Ministerpräsident Markus Söder angekündigte Tempolimit führt. Die Messungen sollen noch im Januar beginnen, um einen Vergleich zwischen der Lärmbelastung ohne und mit Geschwindigkeitsbegrenzung zu ermöglichen.

Den Antrag, auf Kosten der Kommune eigene Lärmmessungen durchführen zu lassen, hatte Ulrich Holnburger für die Freien Wähler gestellt. Unter den von der Verwaltung eingeholten Angeboten war das der IFB Eigenschenk GmbH aus Deggendorf am günstigsten. Ein Ingenieurbüro hatte eine Absage erteilt, da es von der Autobahndirektion Südbayern mit Messungen beauftragt worden war.

Für 8300 Euro soll nun an sechs, von der Gemeinde festzulegenden Punkten vier Wochen bei Tag und Nacht gemessen sowie die Ergebnisse dokumentiert und ausgewertet werden.

Im Zusammenhang mit den Abweichungen zwischen Planung und Bauausführung der Autobahn wollte Holnburger in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag von Bürgermeisterin Gerlinde Sigl (CSU) wissen, wie man dabei weiter vorgehen wolle. Wie jetzt bekannt wurde, wurden die ursprünglich geplanten Maßnahmen zum Lärmschutz auf den Brücken geändert, ohne die Kommunen zu informieren (wir berichteten). Die Gemeinderäte hatten gefordert, Einblick in Unterlagen zu bekommen. „Für Herrn Söder hat die Herausgabe der Unterlagen oberste Priorität“, berichtete Gemeinderat Bernhard Hartl, der beim Treffen des Ministerpräsidenten mit Anliegern dabei gewesen war.

Holnburger wollte zudem wissen, ob die Kommune eine Antwort von der privaten Arge A 94 und der Autobahndirektion Südbayern auf den Vorschlag bekommen habe, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h für Autos und 60 km/h für Lkw einzuführen. Das musste die Bürgermeisterin verneinen. Da nicht klar ist, auf welche Streckenabschnitte sich das avisierte Tempolimit bezieht, sollte man dran bleiben, forderte Holnburger.

Auch auf die Anfrage nach finanzieller Beteiligung an den durch die Autobahn entstandenen Mehrkosten für die Feuerwehr habe man keine Antwort enthalten, so Sigl auf Nachfrage von Philipp Greimel. Der FW-Gemeinderat hatte im September vergangenen Jahres initiiert, einen entsprechenden Antrag an die Arge A 94 zu richten. ANNE HUBER

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