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Glasfaserkabel

Baustelle auf der A94

Lengdorf ist offline - aus einem kuriosen Grund

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Viele Lengdorfer können seit Montagnachmittag weder Internet noch Telefon nutzen. Auf der A 94-Baustelle hat ein Bagger ein Glasfaserkabel herausgerissen.

Lengdorf – Der Home-Office-Tag für Klaus Osterloher (41) aus Lengdorf fällt heute aus. „Seit Montagnachmittag um 15.15 Uhr funktionieren bei uns weder Internet noch Telefon“, sagt der IT-Fachmann. Der Grund dafür: Beim Ausbau der Isental-Autobahn hat ein Baggerfahrer ein Glasfaserkabel zwischen Isen und Lengdorf beschädigt. Das hat Oliver Lauw, Kaufmännischer Geschäftsführer der Isenthalautobahn GmbH, gestern bestätigt. Zuvor hatten viele Lengdorfer sowie Bürger aus Maierklopfen, Nieder- und Obergeislbach nicht gewusst, warum das Internet nicht geht.

Osterloher erkundigte sich am Montag zunächst bei der Telekom. In den nächsten Tagen solle das Internet wieder funktionieren, bekam er zu hören. Von dem beschädigten Glasfaserkabel war zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede: „Davon habe ich erst von einem Bekannten gehört, der bei der Telekom angerufen hat.“

Auch die Verantwortlichen von der Isentalautobahn hatten tagelang nichts von dem Kabel-Unfall auf der Baustelle mitbekommen, denn die Arbeiten auf der 33 Kilometer langen Baustelle erledigen Subunternehmen. Erst nach der Anfrage der Heimatzeitung wurde Geschäftsführer Lau darauf aufmerksam, was im Gemeindebereich Lengdorf passiert ist.

„Ende der Störung nicht vor 23. März“

Die Auswirkungen sind gravierend. Seit drei Tagen gibt es keine Internetverbindung in Lengdorf und umliegenden Orten. Doch damit nicht genug: Wer sein Telefon schon auf Internet-Telefonie umgestellt hat, kann auch nicht telefonieren. „Das ist schon ein Problem, vor allem für die älteren Leute“, meint Osterloher: „Da haben ja auch einige gar kein Handy.“ Im Ernstfall könnten die jetzt nicht mal den Notruf wählen.

Und das wird wohl noch einige Tage so bleiben. Denn die Telekom als zuständiger Netzbetreiber weist daraufhin, das das Hauptkabel beschädigt sei: „Um die entsprechende Stelle zu lokalisieren, sind aufwendige Tiefbauarbeiten notwendig.“ Danach könne das Kabel ausgetauscht werden. Aber: „Das Ende der Störung ist leider nicht vor dem 23. März zu erwarten“, schreibt die Telekom – also Freitag.

Für Klaus Osterloher ist diese Nachricht zwar ärgerlich, aber er hat Verständnis: „Bis man ein Glasfaserkabel austauscht, dauert es halt einfach ein bisschen“, sagt er. Bis dahin muss er eben mit dem Mobiltelefon googeln und zum Arbeiten in die Arbeit nach München fahren.

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