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Wurde nicht müde, die Aufnahme von Biber und Wolf ins Jagdrecht zu fordern: Fritz Gruber (l.), Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossen und Eigenwaldbesitzer im BBV.

Arge-Chef begrüßt Waffenrecht-Änderung

Jagdgenossen: Mit Nachtsichtgerät auf  Wildschweinjagd

Um Biber, Wolf und Wildschwein sowie ihre Bejagung ging es in der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer im Bayerischen Bauernverband.

LengdorfUm Biber, Wolf und Wildschwein sowie ihre Bejagung ging es in der Jahreshauptversammlung der Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer im Bayerischen Bauernverband. Positiv bewertete Kreischef Fritz Gruber die Änderung des Waffenrechts, nach der künftig Nachtsichttechnik für Jagdwaffen erlaubt ist.

Durch die dritte Waffenrechtsänderung, mit der die Bundesregierung die EU-Feuerwaffenrichtlinie umsetzt, können bei der Wildschweinjagd künftig Nachtsichtvorsatzgeräte verwendet werden. Wie das Landratsamt Erding auf Nachfrage mitteilt, könnten Anträge auf Nachsichttechnik genehmigt werden, wenn im Jagdjahr 2019 im Revier mindestens vier Wildschweine geschossen wurden und mindestens zwei Wildschweinschäden vorlagen. Die Erlaubnis ist personen- und revierbezogen.

Der Antrag kann nur vom Revierinhaber für sich selbst oder Personen gestellt werden, denen er für sein Revier die Jagderlaubnis erteilt hat. Elf solcher Anträge seien bereits genehmigt worden, ein weiterer sei in Bearbeitung.

Für den Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) hat es der Jagdverband als Interessenvertretung der Jäger geschafft, dass es zu keiner Änderung der Bedürfnisprüfung und damit nicht „zur Kriminalisierung ehrenwerter Leute“ gekommen sei. „Die Bedürfnisprüfung ist bei Sportschützen ist gerade noch vertretbar“, sagte er.

Eine klare Regelung im Jagdrecht wünschte sich Kreisjagdchef Thomas Schreder. Er betonte, dass auch die Jäger Interesse daran hätten, die Afrikanische Schweinepest (ASP) zu verhindern.

Arge-Chef Gruber wiederholte seine Forderung, den Biber ins Jagdrecht aufzunehmen: „Der Biber gehört ins Jagdrecht, die Biberentnahmeregelung ist nur Bürokratismus.“ Grubers Aussage sieht Schreder kontrovers: Die Verantwortung auf die Jäger abzuwälzen, werde man nicht akzeptieren, sagte er. „Wir haben im Landkreis die gute Situation, dass Biber entnommen werden dürfen.“

Auch der Wolf soll laut Gruber gejagt werden dürfen: „Bei 105 Wolfsrudeln mit 1000 Wölfen ist es an der Zeit, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen.“ Unterstützung bekam er hier von Lenz: Wenn sich niemand mehr in den Wald traue und der Wolf eine Gefahr für Mensch und Nutztiere darstelle, sei die Aufnahme ins Jagdrecht die richtige Lösung. Für Schreder ist der Wolf „in Bayern noch ein Randthema. Wir werden aber damit zu tun bekommen“.

Vize-Landrat Jakob Schwimmer, der über die Umsetzung des neuen Waffenrechts im Landkreis informiert hatte, beurteilte es positiv, dass die Arge Bindeglied zwischen Revierinhabern, Behörden und Waldbauern sei.

Weniger die Fauna als die Flora hatte Rainer Mehringer, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung, in seinem Grußwort im Blick. Da die Grundwasserspeicher nicht genügend aufgefüllt seien, werde man es heuer wieder mit Borkenkäferbefall zu tun haben. „Für den Waldumbau brauchen wir die Jagd“, sagte er und appellierte an die Jagdgenossenschaften, sich mit den Jägern vor Ort auseinanderzusetzen.

Kritisch sah Mehringer, dass bei einem Treffen eines „neutralen Verbands“ Wahlwerbung der CSU auf den Tischen auslag. An das Referat von Karin Deischl, Leiterin des Veterinäramts Erding, über die ASP (wir berichteten), schloss sich ein Vortag von Johannes Oberndofer und Rupert Kasper Hutterer an. Sie berichteten über die Möglichkeiten des Drohneneinsatzes bei Schwarzwildbejagung und Kitzrettung.

Anne Huber

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