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Handwerker können auch tanzen: Mittendrin im Getümmel Kreishandwerksmeister Rudi Waxenberger.

Kreishandwerker-Ball

Mehr Tanz, weniger Torten

Er ist stets einer der Höhepunkte der Ballsaison: der Faschingsball der Kreishandwerkerschaft Erding. Und er erfreut sich nach wie vor – im Gegensatz zu vielen anderen Bällen – großer Beliebtheit.

Lengdorf – Rund 250 Gäste sorgten im festlich dekorierten Saal des Gasthauses Menzinger in Lengdorf für beste Stimmung. Dass Handwerker gerne tanzen, zeigte sich daran, dass die Tanzfläche bereits beim Eröffnungswalzer voll war – und den ganzen Abend voll blieb. „Bei uns wird bis morgens um 2 Uhr getanzt“, verriet Herbert Kuliga. Der frühere Innungsmeister der Friseure war, wie schon in all den Jahren davor, auch heuer wieder für die Organisation des Balls verantwortlich.

Bei der Programmauswahl helfen Kuliga seine eigene Faschingsbegeisterung und die guten Kontakte. Ganz bewusst lässt er seit ein paar Jahren eine Kindergarde den Ball eröffnen. Heuer durften die Dance-Teens der Karnevalsgesellschaft Dorfen den Applaus einheimsen. Auch der Auftritt der Bubaria Buchbach sorgte für Faschingsfeeling und gute Laune. Neu war die Live-Kapelle, wobei die Band Musicus genau den Geschmack der Besucher traf.

Und auch die Tombola war diesmal anders. Bestand sie früher ausschließlich aus Kuchen- und Tortenpreisen, trugen erstmals auch die anderen Innungen ihr Scherflein bei. „Bei nur noch 19 Bäckereien im Landkreis ist es immer schwieriger geworden, die erforderliche Anzahl an Preisen zu bekommen. Deswegen mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen“, berichtete Rudi Waxenberger, der Chef der Kreishandwerker. Also konnten heuer neben Torten auch ein Hausbankerl, Spieleboxen aus Holz, Zimmererböcke oder Haarpflegemittel gewonnen werden. Der Erlös der großen Tombola kommt dem jahrgangsbesten Handwerksgesellen zugute. Er darf kostenlos ein Jahr lang einen Kleinwagen fahren.

Anne Huber

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