Erzieherinnen sind in allen Kitas gesucht. Die Stadt möchte durch das Modell OptiPrax weitere Bewerber anlocken. Auch eine Prämie während der Schulzeit ist im Gespräch. symbolFoto: dpa
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Mehr Betreuungsplätze braucht Lengdorf. Die Gemeinde plant ein neues Kinderhaus in Modulbauweise, damit bei Bedarf aufgestockt werden kann. symbolFoto: dpa

Lengdorf denkt beim Bau an übermorgen und plant Grundlage für ein weiteres Stockwerk

Neues Kinderhaus vermutlich „in kurzer Zeit zu klein“

Lengdorf legt sich beim Neubau des Kindergartens ins Zeug. Die Kommune denkt voraus: Das Kinderhaus soll in Modulbauweise entstehen, um bei Bedarf unproblematisch erweitert werden zu können.

Lengdorf – Ein ehrgeiziger Zeitplan soll sicherstellen, dass der neue Kindergarten bereits im kommenden September bezogen werden kann. Der Dorfener Architekt Peter Byrne hat den Gemeinderäten in ihrer Sitzung jetzt verschiedene Lösungsvorschläge für den Kindergarten vorgestellt, der in Modulbauweise anstelle des alten Rathauses an der Brückenstraße errichtet werden soll.

Am besten gefiel den Räten die Version aus sieben Modulen, die bereits zuvor auch vom Team des Kindergartens favorisiert worden war.

Pultdach bis über die Terrasse

Laut Plan kommt man über einen zurückgesetzten Eingangsbereich bequem zu den Personalräumen. Das Dach wird als über die Terrasse gezogenes Pultdach ausgeführt. „Der Vorteil dabei ist, dass das Dach relativ unkompliziert abgebaut werden kann und die Gruppenräume beschattet werden und nicht so aufheizen“, erläuterte Byrne. Denn das Gebäude soll so gebaut werden, dass es im Bedarfsfall nachträglich aufgestockt werden kann.

Verbesserungsvorschläge gab es von Uschi Angenend (FW) und Bernhard Hartl (CSU) zur Positionierung der Versorgungsräume, die im Süden liegen sollen. Franz Obermaier regte einen Gehweg im Norden des Grundstücks an. Eine stärkere Dämmung als standardmäßig sprach Peter Altmann (CSU) an. Das sei zwar generell möglich, in der Kürze der Zeit aber nicht realisierbar, antwortete der Architekt.

Erst Gastherme, später Nahwärme

Weitere Diskussionspunkte waren Zufahrt und Heizung. Solange das geplante Nahwärmenetz noch nicht in Betrieb ist, soll das neue Gebäude über eine Gastherme, die mit dem Flüssiggassystem im Feuerwehrgerätehaus verbunden ist, geheizt werden.

Beim Raumprogramm setzt man mit 50 Quadratmeter auf genug Platz, um später eventuell auch mehr Kinder betreuen zu können. „Nach unserer Erfahrung ist das Gebäude in kurzer Zeit zu klein“, sagte Bürgermeisterin Michèle Forstmaier. Sie plädierte deshalb dafür, Platz für eine Treppe einzuplanen, und Statik und Gründung auf eine mögliche Aufstockung auszulegen.

Gemeinde erwartet steigende Kinderzahlen

Allein für das Kindergartenjahr 2021/22 benötigt die Kommune 24 zusätzliche Kindergartenplätze. Auch in den kommenden Jahren rechnet man mit Kinderzahlen auf hohem Niveau. Die Kosten bezifferte die Bürgermeisterin mit 755 000 Euro. Die Regierung von Oberbayern hat der Kommune eine Förderung in Höhe von 320 000 Euro in Aussicht gestellt. Beim vierten Sonderinvestitionsprogramm steht Lengdorf auf der Warteliste. Laut Byrne sei eine möglichst schnelle Ausschreibung nötig, um sicherzustellen, dass das Gebäude zu Beginn des nächsten Kindergartenjahres bezugsfertig ist.  

ANNE HUBER

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