CSU Lengdorf

Osterloher will Partei verjüngen

Auf personelle Kontinuität setzt der CSU-Ortsverband Lengdorf. Vorsitzender Klaus Osterlohersowie seine Stellvertreter Gerlinde Sigl und Johannes Maier wurden bei der Jahreshauptversammlung einstimmig in ihren Funktionen bestätigt.

Lengdorf –Schriftführer bleibt Albert Strasser, Anton Gugetzer ist – wie bereits seit über 30 Jahren – auch weiterhin Schatzmeister. Neueinsteiger bei den Beisitzern sind Michael Gugetzer und Josef Renner. Über langjährige Erfahrungen mit dem Vorstandsamt verfügen Peter Altmann, Ludwig Litzelbeck und Georg Wirfler. Die Kasse wird von Thomas Altmann und Josef Wurmsam geprüft.

Mit einem Altersdurchschnitt von 59 Jahren sei der 40 Mitglieder starke Ortsverband zwar „noch nicht in Rente. Eine Auffrischung würde aber nicht schaden“, sagte Osterloher. „Wir schauen, dass wir hier in den nächsten zwei Jahren etwas bewegen“, sagte er. In seinem Rechenschaftsbericht ging Osterloher auf die kommunalpolitischen Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Über das neue Baugebiet und die Autobahnbaustellen seien Parteifreunde und Bürger bei einem kommunalpolitischen Stammtisch informiert worden. Die Arbeit im Gemeinderat beschrieb er als weitgehend konfliktfrei: In den Hauptsachen seien sich die Fraktionen einig.

Als Erfolge für die CSU wertete Osterloher die Liberalisierung alter Bebauungspläne und das neue Baugebiet, für das Bürgermeisterin Gerlinde Sigl jahrelang gekämpft habe. Zäher als zunächst erwartet, gestalte sich hingegen der Ausbau der Datenautobahn. Zwar stehe die Telekom zu ihrem Ausbauversprechen für Obergeislbach und Kopfsburg, ein belastbarer Termin sei jedoch nicht genannt worden. Die Kabelverzweiger seien allerdings bereits Anfang des Jahres von der der Bundesnetzagentur freigegeben worden.

Auch Bürgermeisterin Sigl kam in ihrem Bericht aus dem Gemeinderat auf den Breitbandausbau zu sprechen. Nachdem die Telekom „gewisse Orte“ aus dem Eigenausbau-Programm gestrichen habe, habe sie sich „an die Politik“ gewandt. Das Ergebnis „Kommando zurück“ verspreche jetzt größtmögliche Sicherheit, dass keine weiße Flecken im Lengdorfer Gemeindegebiet bleiben. Als Grund für die erneute Verzögerung nannte sie die Arbeitsüberlastung auch bei den Subunternehmern.

Positiv, auch wenn die Gemeindekasse dadurch belastet wird, beurteilte Sigl die geplante Sanierung der Mittelschule Isen. „Wir sind froh, dass wir im Mittelschulverbund mit Isen sind“, sagte sie. Lengdorf werde nicht sagen „Isen, bau deine Schule um, wir schicken dir zwar unsere Kinder, aber zahlen tun wir nichts“, erklärte sie.

Schule und Bildung war auch ein zentrales Thema von Gastredner Josef Sterr. Für den Kreisrat, Beisitzer in der Kreisvorstandschaft und Vorsitzender des CSU-Arbeitskreises Schule und Bildung, hat sich der Landkreis „zu einer hochwertigen und breit gestreuten Bildungsregion entwickelt“. Sichtbar sei der hohe Stellenwert, den Bildung im Landkreis besitze, an den Ausgaben des Kreishaushaltes: 15 Millionen Euro seien 2017 allein für Schulen vorgesehen. Bildung sei jedoch, entgegen der Meinung vieler Eltern, „nicht nur Abitur, sondern auch eine gute Handwerksausbildung“, stellte Sterr heraus. Kurz ging er auch auf das 9+2-Modell ein, das wegen zu geringer Anmeldezahlen in nächsten Schuljahr nicht in Isen umgesetzt werden kann. Sein Antrag im Kreistag habe darauf abgezielt, dass bestehende M-Züge nicht unter dem zusätzlichen Angebot leiden müssten, die Mittlere Reife an den Mittelschulabschluss anzuknüpfen, sagte der ehemalige Dorfener Bürgermeister.  ahu

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