Die Tage des ehemaligen Lengdorfer Rathauses sind gezählt. Auf der Fläche soll der Erweiterungsbau für den Kindergarten errichtet werden.
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Die Tage des ehemaligen Lengdorfer Rathauses sind gezählt. Auf der Fläche soll der Erweiterungsbau für den Kindergarten errichtet werden.

Großer Bedarf

Lengdorfer Rathaus weg, Kindergarten her

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen ist groß in Lengdorf. Für den Erweiterungsbau des Kindergartens wird das Rathaus abgerissen.

Lengdorf – Die Bedarfsanalyse zeigt es deutlich: Lengdorf braucht mehr Kindergartenplätze. Mit dem Vorhaben, anstelle des alten Rathauses ein Gebäude in Holz-Modulbauweise zu errichten, will die Gemeinde den Platzbedarf für die nächsten Jahre bedienen. Der Gemeinderat stimmte der Planung zu und beauftragte die Verwaltung mit der Ausschreibung. Bevor die allerdings die ersten Schritte für die Kindergartenerweiterung gehen kann, muss zunächst der Bauausschuss grünes Licht für den Abriss des alten Rathauses geben.

Sechs Module für Gruppen- und Ruheraum, Küche, Sanitäreinrichtung, Büro, Pausenraum und Garderobe sollen an der Brückenstraße entstehen. Neben dem 18 Meter langen und neun Meter breiten Gebäude für den Kindergarten sollen auch 13 Stellplätze und ein Garten auf dem Gemeindegrundstück untergebracht werden.

Das Projekt soll zwischen 500 000 und 700 000 Euro kosten. Mit inbegriffen in den Kosten sind auch der Abriss des alten Rathauses und der Unterbau für die Module. 600 000 Euro sind sicherheitshalber bereits im aktuellen Haushalt eingestellt, ein staatlicher Zuschuss in Höhe von 175 000 Euro ist laut Verwaltung für das Bauprojekt möglich.

Das Gebäude soll in Modulbauweise entstehen. Sie garantiert der Gemeinde eine verkürzte Planungs- und Realisierungszeit. Durch die Möglichkeit, die Module um ein Stockwerk zu erhöhen, sei außerdem eine Erweiterung machbar. Die Module bestehen aus einer Betonbodenplatte und Massivholz für Wände und Decken. Da Fußbodenheizung und Anschlüsse bereits in den Teilen enthalten sind, ist das Objekt bei Übergabe schlüsselfertig, sagte Bürgermeisterin Michèle Forstmaier (FW).

Als weiteren Vorteil für die Modulbauweise nannte sie in der Sitzung die Möglichkeit, einzelne Teile zu demontieren und zu versetzen. Aufgrund der Bedarfsplanung für Kinderbetreuungsplätze sei mit einer Nutzungsdauer des neuen Gebäudes von mindestens zehn Jahren zu rechnen.

Das alte Rathaus war 1955 erbaut worden und steht leer. Bis 1998 diente es als Verwaltungssitz. Zwischenzeitlich waren eine Arztpraxis und eine Wohnung darin untergebracht. Während der Bauarbeiten an Feuerwehrgerätehaus und Bauhof diente das Haus als Lager.

Als Alternative zum Neubau hatten die Räte auch diskutiert, ob man nicht einen Teil eines Wohn- und Geschäftshauses vorübergehend anmieten könnte. Um diese Fläche zwei Jahre nutzen zu können, wären Ausgaben für Umbau und Miete in Höhe von 90 000 bis 100 000 Euro auf die Gemeinde zugekommen. Eine Containerlösung hätte für den gleichen Zeitraum für Abriss und Miete Kosten in Höhe von rund 220 000 Euro verursacht.

Anne Huber

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