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Aktuelle Themen hat Bürgermeisterin Gerlinde Sigl (l.) beim kommunalpolitischen Frühschoppen in Lengdorf in ihrem Referat aufgegriffen.

CSU/Bürgerblock-Frühschoppen

Sigl: Froh über jede private Flüchtlingsunterkunft

Lengdorf – Bürgermeisterin Gerlinde Sigl hat beim kommunalpolitischen Frühschoppen von Lengdorfer CSU und Bürgerblock den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Flüchtlingshilfe gedankt.

Nicht nur Nachhilfe und Hilfe bei Behördengängen und beim Schriftverkehr würden übernommen. Vor allem die zahlreichen Fahrdienste würden wegen der fehlenden Busverbindung in Badberg viel Zeit beanspruchen, machte Sigl deutlich. Dieses Problem ergebe sich bei der neuen Unterkunft nicht, von der auch die Haltestelle der Buslinie 567 besser zu erreichen sei.

Auch auf die Flüchtlingssituation vor Ort ging Sigl ein. Nach der Übergabe des Bahnhofs Thann-Matzbach könnten jetzt die beiden Wohnungen belegt werden. „Ich hoffe, dass wir eine gute Mischung aus Familien und Einzelpersonen bekommen“, sagte Sigl. Die Kommune müsse über Privatpersonen froh sein, die ihre Häuser als Asylunterkünfte zur Verfügung stellen. „Die Alternative wären bei uns Container im Gewerbegebiet oder die Belegung der Turnhalle“, beschrieb sie die Situation in Lengdorf.

Ausführlich ging die Bürgermeisterin auf den Neubau des Feuerwehrhauses ein. Die letzten Pläne seien der Genehmigungsbehörde nachgereicht worden. „Wir müssen mit dem Gebäude so weit heraus, dass auch bei hundertjährigen Hochwasser kein Wasser eindringen kann“, erklärte sie. Trotzdem besitze ein Zweckbau größere Chancen in dem Bereich genehmigt zu werden. Für Wohnbebauung in dem von Kritikern des Standorts als „Filetstück von Lengdorf“ bezeichneten Gebiet eine Baugenehmigung zu bekommen, schloss sie hingegen aus. So bald die Genehmigung vorliege, werde die Kommune ein Finanzierungskonzept aufstellen. „Vorher macht es keinen Sinn, da es noch keine konkrete Kostenschätzung gibt“.

Auf einem guten Weg sei man beim Breitbandausbau. Neben der Versorgung mit schnellem Internet nach dem Förderprogramm, werde die Telekom in einzelnen Ortsteilen des Außenbereichs auch in Eigenausbau initiativ , sagte sie. Weil auch nach dem Dezember 2016, dann soll das schnelle Internet in Betrieb gehen, noch „einige weiße Flecken“ vorhanden seien, sei bereits der nächste Schritt geplant: die Bedarfserkundung wird wieder vom Regensburger Büro IKT ausgeführt. Bei der Ausbauphase nach dem neu aufgelegten staatlichen Förderprogramm sei teilweise die Verlegung von Glasfaser bis zur Haustür geplant, teilte Sigl mit.

Informationen zum Bahnausbau, so kündigte die Bürgermeisterin an, soll es bei einer Veranstaltung am 19. April geben. Noch immer sei nicht geklärt, wie der Abzweig der Walpertskirchener Spange, der bei Obergeislbach zu liegen kommen soll, technisch ausgeführt werden soll.

Der Frage, wie es um das geplante Fernwärmekonzept bestellt ist, bei dem durch die Kooperation der Betreiber von zwei Biogasanlagen und den Kraftwerken Haag, auch Schule und Sportheim mit Energie versorgt werden sollte, will Sigl nachgehen. Ihrer Information nach hake es am Leitungsrecht. „Dran bleiben“ wolle die Kommune beim Straßenausbau, wo man je nach Bedarf und Finanzkraft tätig werden wolle.  ahu

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