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Sorgen wegen der A 94 machen sich viele Lengdorfer, wie der Stammtisch von CSU/Bürgerblock zeigte.

A 94-Isentaltautobahn

Sigl: Gemeinde hat noch ein hartes Jahr vor sich

Von Anne Huber

Lengdorf – Die Baustelle der Isentalautobahn A 94 stand im Fokus des Interesses des kommunalpolitischen Frühschoppens von CSU/Bürgerblock. Um die Bürger umfassend zu informieren, kündigte Bürgermeisterin Gerlinde Sigl an, Vertreter der Projektgesellschaft Isentalautobahn zu einem öffentlichen Informationsabend einzuladen. „Es wird noch ein hartes Jahr werden, bis alles auf der Trasse ist“, sagte Sigl.

Zwar versuche man laut Auskunft der Verantwortlichen, bei Erdbewegungen auf der Trasse zu bleiben, für den Transport von Kies und Beton müssten aber selbstverständlich öffentliche Straßen genutzt werden. Deutlich besser geworden sei der Straßenzustand, nachdem leistungsfähigere Straßenreinigungsmaschinen angeschafft worden sind, sagte Sigl. Bei der Gemeindeverwaltung seien vor allem im Herbst zahlreiche Beschwerden über den verdreckten Zustand der Kreisstraße eingegangen, die man an den zuständigen Verkehrskoordinator weitergeleitet habe.

Während das Problem mit „Dreck auf der Straße“ weitgehend gelöst ist, ist weiterhin mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Die Bürgermeisterin wies in diesem Zusammenhang auf die Sperrung der Gemeindeverbindungsstraße Furtan-Außerbittlbach hin, die bis November bestehen soll. Auch die Vollsperrung der Straße von Außerbittlbach nach Graß am Holz soll erst im Spätherbst aufgehoben werden. Seien beide Straßen wieder befahrbar, stehe zum Jahresende die Sperrung der Kreisstraße ED 12 in Richtung Isen an. „Wär fad, wenn beide Straßen gleichzeitig gesperrt wären“, bemerkte ein Besucher dazu trocken.

Hilfe versprach Sigl den Landwirten, die durch die aktuelle Straßensperrung von ihren Feldern abgeschnitten seien. Hermann Schröer aus Furtan hatte auf das Problem hingewiesen; die Landwirte, die als Eigentümer oder Pächter von der Maßnahme betroffen sind, sollen sich bei der Gemeinde melden. Diese wird dann die Bescheinigung einholen, die zum Benutzen oder Queren der Baustraßen berechtigt.

Keine Hoffnung konnte Sigl Besucher Peter Altmann machen. Er wünscht sich eine Ortsumfahrung für Lengdorf, um den zusätzlichen Verkehr, der durch die A 94 auf Lengdorf zukommen wird, aus dem Ort zu halten. Die Behelfsbrücke und die Baustraße, die Altmann dabei im Blick hatte, könne allerdings nicht genutzt werden. „Die bleiben nur so lange wie nötig“, sagte Sigl. Außerdem sei Straßenbau durch die Lage im FFH-Gebiet nicht möglich. Sorgen machte sich Altmann auch um Wasserschutzgebiet. „Ich habe die Befürchtung, dass unser Trinkwasser aus den Brunnen verunreinigt werden könnte“, sagte er und fragte nach den Schutzmaßnahmen.

Obwohl Bürgermeisterin Sigl der Meinung war, dass die Einhaltung der Vorschriften vom Wasserwirtschaftsamt überprüft wird, will sie Erkundigungen einholen. „Ihr könnt euch bei Problemen jederzeit an die Gemeinde wenden“, sagte sie.

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