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Spaten? Bagger! Bürgermeisterin Gerlinde Sigl hat es sich beim Spatenstich nicht nehmen lassen, im Bagger Platz zu nehmen. Hand legten an (v. l.) Franz Kellner (Bauleiter Firma Hübl), Gerd Neumann (KFB, Reuth), Antonio Bulhoes (Ingenieurbüro Buelhoes und Partner, Taufkirchen) und Vizebürgermeister Alois Jaworek. Zaungäste waren Helmut Kaiser (Bauleitplanung, Ingenieurbüro für Bauwesen, Bockhorn) Josef Hübl (Baufirma Hübl, Velden) und Bernhard Hartl (Gemeinderat).

Spatenstich Baugebiet Moosfeld

Vor allem Einheimische kommen zum Zug

Durch das neue Baugebiet Moosfeld will Lengdorf der großen Nachfrage nach Bauplätzen im Gemeindebereich entsprechen. Mit dem offiziellen Spatenstich startete jetzt die Erschließung für das 1,75 große Areal im Norden der Gemeinde.

Von Anne Huber

Lengdorf – Auf der Fläche an der Thann-Matzbacher-Straße sollen 18 Doppelhaushälften und 19 Einzelhäuser entstehen. Allein 25 Grundstücke werden von der Kommune im Einheimischenwohnmodell vergeben. Dazu hat der Gemeinderat einen Katalog mit Vergaberichtlinien erstellt. Maximal 50 Prozent der Punkte gibt es dabei für Ortsansässigkeit, die restlichen 50 Prozent betreffen soziale Kriterien wie Einkommen und Vermögen, Zahl der Kinder oder pflegebedürftige Angehörige.

„Ehrenamtliche Tätigkeit ist bei den Bewerbungskriterien nicht dabei“, sagt Verwaltungsleiter Norbert Niedermeier. „Dagegen hat sich der Gemeinderat ausgesprochen. Damit haben wir nicht das Problem, entscheiden zu müssen, ob wir einen Wahlhelfer, der nur alle paar Jahre tätig ist, jemanden gleichstellen zu müssen, der regelmäßig bei der Feierwehr oder als Jugendleiter aktiv ist“. Berücksichtigt wird allerdings, ob die Bewerber während der letzten zehn Jahre in Lengdorf gelebt haben. Darin sieht der Gemeinderat eine Möglichkeit, ehemaligen Lengdorfern die Rückkehr zu ermöglichen. Eine moderate Lösung wurde beim Einkommen beschlossen, hier liegt die Grenze beim zu versteuerndem Jahreseinkommen bei rund 100 000 Euro für Ehepaare und 51 000 Euro für Alleinstehende.

Wer von den insgesamt 56 Bewerbern, 28 von ihnen leben derzeit in der Gemeinde, zum Zuge kommt, hat ein Ausschuss des Gemeinderates beschlossen.

Erschlossen wird das neue Baugebiet über die Thann-Matzbacher-Straße und eine Ringstraße, die den Namen Kreuzstraße tragen wird. Die Grundstücke sind durchschnittlich 430 Quadratmeter groß. Mit der Bebauung kann voraussichtlich im Herbst 2018 begonnen werden.

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