Gruppenbild zum Geburtstag Jubilar Adam Bauer (sitzend, 4. v.,l.) im Kreis der großen Familie mit den Ehrengästen Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeisterin Gerlinde Sigl. Foto: Seidel

Adam Bauer 95

Weit über die Heimat hinaus bekannt

Obergeislbach – Sein Engagement ist weit über den Heimatort hinaus bekannt und so freute sich mit der großen Familie auch Verwandte, Freunde und die Honoratioren wie Landrat Martin Bayerstorfer und Lengdorfs Bürgermeisterin Gerlinde Sigl über den 95. Geburtstag von Adam Bauer.

So viele, dass der Jubilar zur Feier des Tages ins Gasthaus Bauer in Kirchasch ausweichen musste, wo die Gesellschaft den großen Saal füllte.

Der Jubilar ist ein echtes G’wachs aus Obergeislbach, wo er zusammen mit acht Geschwistern auf dem elterlichen Hof aufwuchs. Mit der unbeschwerten Jugendzeit war es im Alter von 20 Jahren vorbei, als er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Trotz Einsatz an der russischen Front konnte er zum Kriegsende unversehrt in die Heimat zurückkehren. Ein Lebensglück, welches ihn auch für sein späteres Engagement prägte.

Auf dem Hof packte er kräftig mit an um die Landwirtschaft durch die schweren Nachkriegsjahre zu bringen. Als sein Vater 1952 starb übernahm er das Anwesen und fand ein Jahr später die große Liebe seines Lebens mit seiner Frau Maria aus dem Nachbardorf Biberg. Geheiratet wurde zwar in der damals eigenständigen Gemeinde Matzbach, die Hochzeitsglocken läuteten jedoch in der Obergeislbacher Kirche. Beide Familienmenschen, durften sie sich an sechs Kindern erfreuen, die auf dem Hof groß wurden und die Adam Bauer vor fünf Jahren über den Tod seiner geliebten Frau hinweghalfen. In der Gemeinschaft mit 15 Enkeln und inzwischen sieben Urenkeln.

Die Landwirtschaft gab der Jubilar bereits vor 25 Jahren an seine Tochter Kathi weiter, die daraus ein weithin bekannten Bio-Bauerhof entwickelte. Bekannt ist Adam Bauer aber nicht nur als Landwirt. 26 Jahre lang war er als Gemeinderat mitbestimmend für die Entwicklung der Gemeinde Matzbach. Ehrenamtlich arbeitete er 25 Jahre als Kirchenpfleger, war viele Jahre aktiv bei der Feuerwehr und über 65 Jahre bei der Marianischen Männerkongregation und nicht zuletzt führten ihn seine Kriegserlebnisse als Mahner zum Kriegerverein Walpertskirchen. Vor Ort hob er als Gründungsmitglied die Schützengesellschaft Hubertusschützen Obergeislbach aus der Taufe. Für sein vielfältiges Engagement wurde er zu seinem 85 Geburtstag mit der Bürgermedaille der Gemeinde Lengdorf geehrt.

Wenn er heute auch nicht mehr so gut zu Fuß ist, so hat er geistig rege und dank der Heimatzeitung über alles informiert, nichts von seinem gesellschaftlichen Wirken verloren. Wenn wundert es, dass zur Feier seines 95- Geburtstags eine Spendenbox für die Sanierung der Kirche in Obergeislbach bereitstand.  gse

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