Sorge um Frank Plasberg: „Hart aber fair“-Moderator erkrankt - Kollegin übernimmt

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Frisuren stecken und vom Chef, Rainer Stöhr, etwas lernen: Schon während ihrer Lehrzeit profitierte Friseurin Denise Molocher (r.) vom dreidimensionalen „Freezee“. foto: wengel

Lernhilfe Freezee: Erdinger "Kopf" erobert die Friseurwelt

Erding - „Freezee“ heißt die Erfindung von Friseurmeister Rainer Stöhr. Am Samstag wird der Übungskopf auf der Friseurmesse „Top Hair“ in Düsseldorf der Welt präsentiert.

„Der Kopf ist ein Grundschnitt-Lehrwerkzeug“, sagt Rainer Stöhr, Geschäftsführer von Friseur Haarem. „Die Lehrlinge müssen wissen, wie eine Frisur aussähe, würde der Kunde in eine Steckdose greifen.“ In dem Fieberglas-Kopf stecken 120 Metallantennen, die man bis zu 40 Zentimeter weit ausfahren kann. So sei es möglich, einen Haarschnitt dreidimensional zu „ziehen“ und zu „stecken“, erklärt der Erfinder. Parallel zum Ausbilder kann der Lehrling den Schnitt lernen, ohne passiv hinter dem Lehrmeister stehen zu müssen. Den Namen hat die Erfindung vom englischen Wort für Gefrieren.

Auffällig ist neben den Antennen das im asiatischen Manga-Stil geschminkte Gesicht. „Wir dachten uns, es macht jungen Leuten mehr Spaß, an so einem Kopf zu arbeiten als an einem langweiligen Standardkopf“, sagt der 49-Jährige. „Wir wollten einfach mal etwas anderes.“ Mit „wir“ meint Stöhr sich und seinen Geschäftspartner Thomas Kobeck, mit dem er gelegentlich neue Schnitte an „Freezee“ ausprobiert.

Auf die Idee war Stöhr schon vor 20 Jahren gekommen: Bei seiner Meisterprüfung begeisterte er die Prüfer mit einem Styroporkopf mit Schaschlikstäben, der nach dem gleichen System funktionierte. Mittlerweile ist „Freezee“ in Europa, Japan und den USA patentiert, produziert wird der Kopf in China. Kollegen, die Stöhr nach ihrer Meinung fragte, waren sich einig: „So etwas braucht die Welt.“ (awe)

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