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Spenden sind für die Bewohner des Fendsbacher Hofs kein Luxus, sondern helfen, die Dinge des täglichen Bedarfs zu finanzieren. Das berichten (v. l.) Fördervereinsvorsitzende Cornelia Vogelfänger, Wolfgang Erl von der Wohnbereichsleitung und Rupert Ober vom Leitungsteam des Einrichtungverbunds Steinhöring. 

Licht in die Herzen 

Mit der Rente kommen die Sorgen

Die Bewohner des Fendsbacher Hofs müssen sparsam wirtschaften. Gerade für die Senioren kann die Finanzierung von Dingen des täglichen Bedarfs schwierig werden – vom kleinen Luxus wie eine Woche Urlaub im Jahr ganz abgesehen.

Fendsbach Die Bewohnerinnen und Bewohner des Fendsbacher Hofs haben in der Einrichtung ihren Beruf und auch ihre Heimat gefunden. Sie leben und arbeiten dort, genießen die Geborgenheit der Einrichtung – eine „Ursicherheit“, wie es Rupert Ober vom Leitungsteam des Einrichtungsverbunds Steinhöring formuliert.

Der Arbeitsplatz auf dem Fendsbacher Hof, Freundschaften, die sich über die Jahre entwickeln, und der herzliche Kontakt zum umsichtigen Betreuungspersonal schafft so etwas wie eine große Familie, zumal viele ältere Menschen mit Behinderung alleinstehend sind.

In finanzieller Hinsicht heißt es: sparsam wirtschaften. Nach Abzug aller Kosten für das Betreute Wohnen, in dessen Finanzierung auch die Erwerbsunfähigkeitsrente einfließt, bleiben den werktätigen Fendsbachern im Schnitt etwa 125 bis 160 Euro pro Monat. Davon müssen alle Hygienemittel, ein Teil der Kleidung, das Handy und besondere Ausgaben wie Turnschuhe bestritten werden.

Mit einer Politik der kleinen Schritte ist das schon zu schaffen. Doch einschneidende Engpässe gibt es oft, wenn die Fendsbacher in Rente gehen. „Dann kommt die große Enttäuschung“, erläutert Ober. Den fleißigen Leuten, die ein Leben lang gearbeitet haben, bleibt oft nur noch das monatliche Taschengeld von rund 110 Euro, wenn der Verdienst wegfällt. Das sei ihnen schwer zu vermitteln.

Wolfgang Erl von der Fendsbacher Wohnbereichsleitung erzählt von einer Bewohnerin, die diesen September nur sehr ungern in Rente gegangen sei. „Sie würde gern weiterarbeiten, weil man dann Geld verdient“, habe sie Erl erzählt. Gerade für Senioren kann die Finanzierung von Dingen des täglichen Bedarfs durchaus schwierig werden – etwa, wenn sie bei Medikamenten Zuzahlungen leisten müssen, weil das von der Krankenkasse bezahlte Mittel im Verordnungskatalog nicht wirkt oder nicht vertragen wird.

Salben bei empfindlicher Haut mit wunden Stellen, wie sie gerade im Alter öfter vorkomme, müssten überwiegend aus eigener Tasche bezahlt werden, erläutert die Fördervereinsvorsitzende und Pastettener Bürgermeisterin Cornelia Vogelfänger. Nicht zu reden von kleinen Freuden, die den Alltag leuchten lassen. Einmal im Jahr eine Woche in Urlaub fahren – dieser Wunsch rückt gerade für die Menschen in Rente oft in weite Ferne. Auch kleine Annehmlichkeiten, um sich den Alltag zu erleichtern oder einfach ein bisschen zu verschönern, sind dann nicht mehr drin.

Gäbe es nicht Spenden und den Förderverein des Fendsbacher Hofs, wäre für viele ältere Menschen die finanzielle Ausstattung im Ruhestand auf das existenziell unbedingt Notwendige reduziert, zumal es eben auch meist keine Angehörigen mehr gibt, die ihnen bei Bedarf unter die Arme greifen können. „Sie sind komplett auf sich allein gestellt“, erläutert Erl. Jede Spende hilft den Menschen in Fendsbach, um die Dinge des täglichen Bedarfs bezahlen und ein einigermaßen sorgenfreies Leben im Alter führen zu können. Dabei unterstützt auch das Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“.

Licht in die Herzen

Das Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger unterstützt Einrichtungen wie den Fendsbacher Hof. Spenden sind auf das Konto (Nummer 17 111) bei der Sparkasse Erding möglich. Kontoinhaber: Zeitungsverlag Oberbayern. IBAN: DE54 7005 1995 0000 0171 11. Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Dies vermerken Sie bitte mit Ihrer Adresse auf dem Überweisungsträger. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Wer dies nicht wünscht, vermerkt es bitte ebenfalls auf der Überweisung.

Von Vroni Vogel

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