Gemeinsam in der Backstube stehen hier Anton Ways (l.) und sein Nachfolger Ludovic Gerboin. Er hat die traditionsreiche Bäckerei gepachtet. Foto: Niedergesäss

Ludovic Gerboin übernimmt Bäckerei Ways

Moosinning - Leicht ist Anton Ways der Abschied nicht gefallen. Mit dem Rückzug vom Ehrenamt - er war bisher Obermeister der Bäcker-Innung Erding - ist auch der Abschied aus der Backstube verbunden.

„Mein Ziel war es immer, die Weichen rechtzeitig zu stellen - im Interesse des Betriebes und der 21 Mitarbeiter. Der Zeitpunkt für den Wechsel war günstig“, erklärt Ways.

Bereits seit zwei Jahren trägt er sich mit dem Gedanken, die traditionsreiche, 1902 vom Großvater gegründete Bäckerei zu verpachten. Umso mehr freute er sich, als Ludovic Gerboin Interesse zeigte. Der 31-jährige Meister aus der Bretagne lebt bereits seit dem Jahr 2000 in Deutschland.

„Ich habe drei Berufe erlernt: Bäcker, Konditor und Chocolatier. In allen dreien habe ich die Meisterprüfungen gemacht. In Ulm absolvierte ich dann noch die deutsche Meisterprüfung. Ich hatte mich entschlossen, in Bayern zu bleiben“, sagt der junge Meister.

2007 heiratete er seine Frau Annette. Das Paar freut sich in diesen Tagen auf das zweite Kind. „Schon seit etwa drei Jahren stand für mich auch fest, dass ich mich selbstständig mache. Da kam das Angebot von Ways gerade recht. Das Bäckerhandwerk hat Zukunft“, sagt Gerboin strahlend.

Selbstverständlich werde er das bisherige Angebot der Bäckerei Ways fortführen. „Die Kunden erwarten das. Vor allem die beliebten Laiberl bleiben im Programm“, verspricht Gerboin. Aber er will auch einiges von seinem Können einbringen und erweitert die Palette. „Mich freut, dass der Bereich der Chocolaterie schon vollen Anklang gefunden hat. Hochzeitskuchen und Pralinen aus eigener Herstellung sind gefragt. Auch bei den Broten und Kuchen wie Torte Citron wird es in Zukunft französische Produkte geben“, so Gerboin.

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