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Ernste Worte auch an die Ad resse der Wasserkraftgegner in der Gemeinde fand Bürgermeister Simon Oberhofer (r.) beim Neujahrsempfang für die Ehrenamtlichen.

Neujahrsempfang Berglern 

Mahnung an die Wasserkraftgegner

Den Klimawandel stellte Berglerns Bürgermeister Simon Oberhofer beim Neujahrsempfang der Gemeinde in den Mittelpunkt seiner Rede. „Wir werden künftig unterscheiden müssen zwischen Kriegsflüchtlingen und Klimaflüchtlingen, oder – was es besser trifft – den Katastrophenvertriebenen. Diese Flüchtlinge müssen nicht alle aus Afrika kommen.“

Berglern – Der Klimawandel werde die Lebensbedingungen für Millionen derart verschlechtern, dass diese sich auf den Weg machen würden, sagte der Bürgermeister vor großer Kulisse in der Sportgaststätte.

Oberhofer zeigte auf, dass auch die Gemeinde Berglern ihren Beitrag leisten könne, den Klimawandel zu begrenzen: Immerhin liege die Genehmigung zum Bau eines Wasserkraftwerks vor.

Dabei nahm er sich die Aktion „Rettet unsere Wasserfälle“ in der Gemeinde zur Brust: „Die Initiative richtet sich nach den Worten ihres Sprechers nicht gegen die regenerativen Energien. Aber er will das Kraftwerk nicht bei uns. Der umweltfreundliche Strom soll doch bitte woanders erzeugt werden.“ Dabei sei Berglern in der glücklichen Lage, eine Stelle zu besitzen, wo das gehe.

„Niemand will den Kindern die Bademöglichkeit an der Sempt wegnehmen. Gerade das Gegenteil war und ist angedacht“, sagte Oberhofer. Die Chance, das Badeangebot an der Sempt zu verbessern, solle sich die Gemeinde nicht entgehen lassen. Einen Termin für den Baubeginn gebe es „leider noch nicht“, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage.

„Klimawissenschaftler und Migrationsexperten weisen seit langer Zeit drauf hin, dass durch den Klimawandel und die damit verbundene Lebensnot eine bislang beispiellose Fluchtbewegung ausgelöst werden wird.“ Bis zu 300 Millionen Menschen würden betroffen sein, prophezeite er. „Der Klimawandel wird Verteilungskämpfe in Bürgerkriege verwandeln, dem Terrorismus Nährboden geben, womöglich die ganze Welt destabilisieren“, sagte Oberhofer.

Abseits der Weltpolitik war der Neujahrsempfang vor allem für die vielen Menschen in der Gemeinde gedacht, die ehrenamtlich tätig sind. „Wie schön, euch alle hier im Saal zu sehen“, so der Gemeindechef in seiner Begrüßung. „Ihr macht das Dorf schöner, weil ihr es beschenkt. Ihr lebt und zeigt, wie viel Vertrauen wir in diese Gesellschaft setzen können.“ Der Dank des Bürgermeisters ging auch an die Wirtin Edith Pölzl und den Sportverein, der die Vereinsgaststätte in der Zeit ohne Wirt am Laufen gehalten hatte.

Die „Berglerner Bläser“ Anton Huber (Klarinette), Kristine Krieger und Claudia Baumgartner (beide Flöte), Peter Holzer (Trompete) sowie Fritz Reichenberger (Tuba) spielten auf, und schon nach weniger als einer halben Stunde sagte Oberhofer lächelnd: „Ich spreche jetzt die erlösenden Worte: Das Buffet ist eröffnet.“ 

Klaus Kuhn

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