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Fröhliche Klausurtagung im Maibaumstüberl: Der Gemeinderat von Ottenhofen übernahm am Dienstag nach der Sitzung die Maibaumwache. 

Gemeinderat Ottenhofen 

Politische Maibaum-Wache

Der Ottenhofener Gemeinderat hat gezeigt, dass ihm in Sachen Maibaum-Wache keiner so schnell was vormacht.

Ottenhofen – Ottenhofens Bürgermeisterin weiß, wie sie ihren Gemeinderat bei Laune halten kann: Als die fleißigen Kommunalpolitiker nach ihrer durchaus intensiven Sitzung am Dienstag zur Maibaumwache anrückten, war schon für Verpflegung gesorgt: Lasagne hatte sie vorbereitet, drei Formen voll. „Dreieinhalb Liter Bechamelsoße rühren – da weißt du, was du getan hast“, stöhnte die Rathauschefin vor der öffentlichen Sitzung. „Die Nacht kann kommen, traut euch ja nicht, Wörth“, drohte sie gut gelaunt auf Facebook.

Gemeinderätin Andrea Börner steuerte noch eine weitere Kalorienbombe bei und zirkelte am Gremium vorbei eine große Portion Tiramisu in den Kühlschrank neben dem Sitzungsraum. Auch die Vitamine vergaßen die Gemeinderäte nicht, man hörte von Salaten, die noch ins Maibaumstüberl gebracht werden müssten.

So gestärkt hat es der Gemeinderat den potenziellen Maibaumdieben offensichtlich schwer gemacht – auch wenn einige um die Kochkünste der Rathauschefin gewusst und die Leckereien gar als Einladung für Maibaumdiebe verstanden haben. Die Einschüchterungsversuche an die Adresse der Nachbargemeinde jedenfalls dürften gewirkt haben, denn der Baum bekam in der Nacht keine Füße. „Ich hätte zurücktreten müssen, wenn die mir den Maibaum geklaut hätten“, sagte Schley am Mittwoch mit einem Augenzwinkern.

Die Nacht ist lang, also verkündete Schley: „Ich hab’ Schafkopfkarten dabei.“ Als sie bei einer kurzen Umfrage im Gemeinderat feststellen musste, dass bezüglich Schafkopf einige Ratsmitglieder Nachschulungsbedarf haben, erzählte sie, dass sie auch noch andere Spiele vorbereitet habe.

Also konnte der Rat wach bleiben, denn die Bemerkung aus Wörth „Wir wollen eh’ nur die Lasagne“, die hat wohl niemand wirklich geglaubt.

Klaus Kuhn

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