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In den Maibaumstüberln geht’s rund

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Da war noch alles friedlich: Die Finsinger Burschen freuen sich über den gelungenen Coup. foto: fkn
Da war noch alles friedlich: Die Finsinger Burschen freuen sich über den gelungenen Coup. foto: fkn

Finsing/Forstinning - In den Maibaumstüberln herrscht Hochstimmung. Leider geht es dabei nicht immer friedlich zu, und nicht selten spielt der Alkohol eine Rolle. Die Finsinger Burschen waren in Forstinning mittendrin.

Finsing/Forstinning - Die Finsinger Maibaumdiebe hatten davor in Forstinning schon zugeschlagen - allerdings auf andere Weise. Eine Vorhut des Burschenvereins beobachtete am Dienstag ab 4.30 Uhr den dortigen Maibaum und das Wachstüberl. Die Bewachung war eher mager, worauf der Spion die restlichen Burschen alarmierte. Michael Buchmann, Zweiter Schriftführer des Finsinger Burschenvereins: „Die Wache ging um etwa 6 Uhr, und die Finsinger schlugen danach mit etwa 30 Mann zu. Der Baum wurde mit einem Auto nach Finsing gebracht.“

Dort wurde der geklaute Baum beim Finsinger Maibaumstüberl gelagert. Eine Abordnung der Forstinninger kam am Abend zu Auslöseverhandlungen. Buchmann: „Aufgrund einer respektablen Auslöse wurde beschlossen, den Baum am Samstag um 17.30 Uhr zurückzubringen.“

Mit dem Diebstahl hat es laut Buchmann aber nichts zu tun, dass am frühen Morgen des Ostersonntags im Forstinninger Maibaumstüberl ein 29-Jähriger Finsinger bewusstlos geschlagen wurde. In Angelbrechting bei Poing musste die Polizei geholt werden, weil es zu einer Auseinandersetzung der Wächter mit Gästen gekommen war.

Der 29-Jährige, Mitglied der Finsinger Burschen, war laut Polizei mit einem 27-Jährigen aus München in Streit geraten. Beide waren stark betrunken. Buchmann: „Ja, das stimmt. Der unsere hat halt blöd daherg’red.“ In den Streit mischte sich auch die Freundin des Münchners, eine 23-jährige Albanerin ein. Sie nahm eine Bierflasche und schlug sie dem 29-Jährigen gegen den Kopf, so dass der zu Boden ging und kurzzeitig bewusstlos war. Bis zum Eintreffen der Polizei hatte es die 23-Jährige vorgezogen, das Weite zu suchen.

Der Finsinger wurde zur Behandlung durch das BRK ins Ebersberger Krankenhaus gebracht. Buchmann: „Der hat eine Gehirnerschütterung. Aber er ist schon wieder zuhause.“ Auf Grund von Zeugenaussagen wurde die Albanerin noch im Laufe des Tages festgenommen. Sie wurde am Ostermontag einem Richter vorgeführt. Möglicherweise, so die Polizei, muss die 23-Jährige etwas länger in Haft bleiben.

Ebenfalls in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags kam es zu Streitigkeiten im Maibaumstüberl in Angelbrechting bei Poing. Hier entschlossen sich die Verantwortlichen, auf Grund des Verhaltens der Gäste die Bewirtung einzustellen und die Gaststube zu schließen. Den Aufforderungen, die Gaststube zu verlassen, kamen die Gäste nicht nach, sodass schließlich die Polizei hinzu gerufen werden musste. Erst durch das Auftreten mehrerer Streifen ließen sich die meisten Besucher zum Verlassen der Maibaumwache bewegen. „Unangenehm aufgefallen ist hierbei eine Gruppe eines Burschenvereins einer benachbarten Gemeinde“, so die Polizei. „Einige Personen dieser Gruppe fielen bereits im Maibaumstüberl in Forstinning auf. Anzumerken ist, dass die beteiligten Personen stark alkoholisiert waren und sehr provozierend auftraten“, teilte ein Polizeisprecher mit.

Standen die Finsinger auch in Angelbrechting auf der Matte? Buchmann bestreitet das: „Wir waren nicht dort.“ Ein Rückruf bei der Polizei Poing bestätigte das: „Die kamen aus Anzing“.

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