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Marktplatz-Konzert ein Hochgenuss

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Voll besetzt war der Wartenberger Marktplatz beim Konzert des Männerchors NurMana und dem Auftritt von Peter „Elvis“ Bisaha. Die Gäste fanden’s großartig und erlebten einen rundum gelungenen Abend.  foto: albrecht
Voll besetzt war der Wartenberger Marktplatz beim Konzert des Männerchors NurMana und dem Auftritt von Peter „Elvis“ Bisaha. Die Gäste fanden’s großartig und erlebten einen rundum gelungenen Abend. foto: albrecht

Wartenberg - Es war ein wunderschöner Sommerabend, den der Chor „NurMana“ den Wartenbergern bescherte.

Der Marktplatz war voll, das Eiscafé hatte seine Außenbestuhlung umgebaut, um die Konzentration der Gäste auf die Bühne auf dem erhöhten Teil des Platzes zu ermöglichen.

Aber das reichte natürlich nicht: Lange Biertischreihen waren bald gefüllt, bis Chorleiter Christian Rott den Zweck des Abends erläuterte: Angesichts der vielen „zweckfreien Demos“, die man in den Medien verfolgen könne, sei das doch mal eine wirklich sinnvolle Demonstration „für den Sommer, dass der noch da bleibt.“ Zum Ferienbeginn war Rott mit diesem Wunsch ganz sicher nicht allein.

Die sechs Herren auf der Bühne, allesamt aus der Region, hatten sich viele Stücke aus den Bereichen Pop und Unterhaltung ausgesucht, verzichteten auf allzu schwere Literatur. Dass sie sehr oft a capella sangen, zwang sie dazu, die Begleitung bis hin zur Percussion mit ihren Stimmen zu bewerkstelligen. Ein Hochgenuss und eine Konzentrationsleistung, die die ganze Klasse dieses Chores aufzeigte.

Es gibt aber Stücke, bei denen ein Männerchor an seine Grenzen stößt: Der Klassiker „Ich will keine Schokolade“ ist schlicht nicht machbar. Trude Herrs Stimme können Männer nur im Kabarett imitieren, und die Textzeile „Ich will lieber einen Mann“ ist für einen Männerchor garantiert missverständlich. Da musste also eine kräftige Bearbeitung her, die vom Original nicht allzu viel übrig ließ.

Zuweilen überließen die Herren einem Gastsänger Bühne und Mikrofon, und der hat in Wartenberg schon einmal seine Visitenkarte abgebeben. „Gell, der Peter, der ist gut! Und der singt bei uns im Männerchor!“ So raunte ein Gast in den hinteren Reihen seinem Nachbar zu. Gemeint war Peter Bisaha aus Moosburg, der im Elvis-Outfit da vorne stand und auch noch dessen Stimme so gut imitieren konnte, dass man glauben konnte, der King of Rock’n’Roll selbst wäre auferstanden. Das war großartig. Später zeigte Bisaha, dass er noch mehr drauf hat.

Rott selbst unterhielt die Gäste zudem mit launigen Geschichten, so dass es ein rundherum gelungener Abend war. Klaus Kuhn

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