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„Z’am rockn“ der Kulturen: Politiker Dieter Reiter und Martina Eisenreich spielten mit 30 Musikern aus verschiedenen Ländern. Heute zu sehen im BR.

Martina Eisenreich am Donnerstag im Bayerischen Fernsehen

Ein Benefiz-Song aus Maierklopfen

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Bockhorn - Bei „Z’am rockn spezial“ ist am Donnerstag im Bayerischen Fernsehen unter anderem das Martina-Eisenreich-Quartett zu hören. Zu dem Treffen der musikalischen Kulturen wurde die Maierklopfenerin mit dem Song „Platz do!“ eingeladen.

„Platz do!“ – mit diesem Lied plädieren die Neurosenheimer und das Martina-Eisenreich-Quartett für Menschlichkeit gegenüber Flüchtlingen. „Hey, macht’s moi Platz do. Mir ham doch Platz do!“, singt die Songschreiberin Katrin Stadler. Die beiden Gruppen haben das Stück im Herbst 2015 im Studio von Martina Eisenreich in Maierklopfen aufgenommen. Die Single-CD wird zugunsten der Flüchtlingshilfe verkauft, das dazugehörige Video hat auf Youtube bereits über 38 000 Klicks. Am  Donnerstag ab 23 Uhr ist „Platz do!“ in einer einmaligen Live-Version im Bayerischen Fernsehen zu sehen und zu hören.

Für „Z’am rockn spezial“ wurden Flüchtlinge und bayerisch Verwurzelte zum Musizieren zusammengebracht. „,Platz do!‘ hat uns dorthin gebracht“, erzählt Martina Eisenreich. Der BR habe wegen des Songs bei der Filmkomponistin und Weltmusik-Geigerin angefragt. Bei der Aufzeichnung der Sendung im Münchner Hofbräuhaus waren unter anderem Moderatorin Luise Kinseher, Konstantin Wecker mit seiner Band und Münchens OB Dieter Reiter mit von der Partie. Der Politiker habe die Profis ziemlich lässig mit seiner Gitarre begleitet, erzählt Eisenreich.

Der Sinn dieses Specials und das Besondere für alle Beteiligten: die Begegnung der 30 Musiker aus Ghana, Maierklopfen, Syrien, München, Ghambia, Afghanistan, dem Senegal, Marokko und Rosenheim. Beim Probennachmittag im Hofbräuhaus wuchsen die Musikanten regelrecht zusammen, berichten die Neurosenheimer.

Am Abend ging’s gleich zur Fernsehaufzeichnung vor die Kameras – Rap zum Gamserl-Jodler und syrischer Oud zur Musik von BR-Sinfonikern. Die junge Afrikanerin Haddy brachte den Rosenheimerinnen Miriam Makebas „Pata Pata“ bei. Und prompt ließen sich darin bayerische Wurzeln entdecken.

Bei „Z’am rockn“ ist für Eisenreich und ihr Quartett eine bereits jetzt fruchtbare Zusammenarbeit entstanden. Sie spielten mit Kollegen aus Syrien und Marokko von der Gruppe „Jisr“. Und schon drei Tage nach dem ersten Aufeinandertreffen spielten die Musiker von „Jisr“ gemeinsam mit ihre neuen Freunden in Grünbach. „Wir werden in Zukunft mehr miteinander machen“, sagt Eisenreich über die neue Kooperation.

Insbesondere alles, was mit dem Video zu „Platz do!“ zusammenhängt, ist für Martina Eisenreich „ein ziemliches Erlebnis“. Nicht alle der bisher über 30 Kommentare auf Youtube sind positiv. Für die Musikerin ist es etwas Neues, teilweise so „unter Beschuss“ zu geraten, wie sie erzählt. „Da sind viele, die uns als naiv bezeichnet haben.“ Durch diese Erfahrungen sei ihr „das Thema aber noch mehr ans Herz gewachsen“, berichtet die 35-Jährige.

Gerade vor diesem Hintergrund sei das Konzert am vergangenen Wochenende in Grünbach eine „tolle Erfahrung gewesen. Da war ein ganz unvoreingenommenes Publikum, das unsere Gastmusiker aus Syrien und Marokko einfach als Musiker wahrgenommen hat.“

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