Über ihre Hündin Emma kam Alexandra Lex zu ihrem Traumberuf. Die Hundephysiotherapeutin betreibt eine eigene Praxis in Langenpreising. Foto: Vogel

Massage und Akupunktur für den Hund

Langenpreising - Schon als Kind wollte Alexandra Lex mit Tieren arbeiten. Nach beruflichen Umwegen hat sie diesen Traum nun wahr gemacht: als Hundephysiotherapeutin.

Einen nicht alltäglichen Beruf hat Alexandra Lex nach einem Neustart gewählt. 2015 hat sich die 41-Jährige als Hundephysiotherapeutin selbstständig gemacht. In ihrer Praxis in Langenpreising behandelt sie Hunde und Katzen. Der Bedarf sei vorhanden, zumal Haustiere immer mehr als Familienmitglieder gesehen würden, erzählt die Marzlingerin. Teils seien sie sogar Kinderersatz.

Bis die gebürtige Walpertskirchenerin ihren Traumberuf fand, sind viele Jahre ins Land gegangen. Schon früh war Lex eine große Tierfreundin. „Als Kind habe ich Kaulquappen und Frösche nach Hause getragen, auch eine verwaiste kleine Katze habe ich mitgenommen“, erzählte sie. „Aber ich bin mit allem wieder weitergeschickt worden. Meine Mutter war nicht begeistert.“

Ihr großer Wunsch, Tierarzthelferin zu werden, erschien ihr damals unmöglich. „Ich hab’ kein Blut sehen können und bin öfters umgekippt.“ So wählte sie „einen sicheren Beruf“: den der Bankkauffrau.

Bevor sich Lex zur Tierheilpraktikerin ausbilden ließ und dann die Physiotherapieausbildung anschloss, war sie in der Gastronomie tätig. „Dort bin ich an einen Punkt gekommen, an dem mir klar wurde, dass ich in meinem Leben etwas ändern muss.“ So reifte der Entschluss, Hundephysiotherapeutin zu werden.

Für die Berufswahl gab es noch einen weiteren gewichtigen Grund: Als ihre inzwischen sechseinhalbjährige Australian Shepherd-Hündin Emma an Allergien erkrankte, setzte sich Alexandra Lex verstärkt mit der Thematik auseinander. Den Anblick von Blut kann sie inzwischen problemlos verkraften. „Das ist schon interessant“, meint sie lachend. „Inzwischen kann ich bei Tieroperationen zuschauen.“

Wenn die Vierbeiner Probleme mit dem Bewegungsapparat haben, dann bringen sie ihre Besitzer zu Lex. Ob Kreuzbandriss, Bandscheibenvorfall, altersbedingte Beschwerden, Lähmungen oder Wachstumsstörungen, schlecht heilende Wunden, Ödeme, Schwellungen, Arthrose und Gelenkschmerzen - das Behandlungsfeld ist groß.

Im Idealfall kämen die Klienten mit einer Diagnose vom Tierarzt, meint Lex. Eine Behandlungsmethode sei die Akupunktur mit Laser oder Hydrotherapie mit dem Unterwasserlaufband. Auch Lymphdrainage, Narbenbehandlung und Massagen gehören zur Angebotspalette.

Als Tierheilpraktikerin setzt Lex auf „sanfte Medizin“. Besonders freut sie, dass die Tiere gern zu ihr kommen. „Manche ziehen mit der Leine richtig zur Tür.“ Ihre Arbeit sieht die Hundephysiotherapeutin ergänzend zur tierärztlichen Behandlung. „Wenn ich die Rückmeldung bekomme, dass es dem Tier besser geht, dann bin ich glücklich.“

Alexandra Lex ist verheiratet. Ihr Sohn Niklas ist inzwischen 18 Jahre alt. Zum Familienverband gehören außerdem Hundedame Emma, drei Hasen, eine Katze und die über 20 Jahre alte Stute „Freckles“, mit der Alexandra Lex gerne ausgedehnte Spaziergänge unternimmt. „Tiere gehören einfach zu meinem Leben“, sagt die Hundephysiotherapeutin.

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