„Maximaler Widerstand“ gegen die Nordumfahrung

Bockhorn - Bockhorn sucht juristischen Beistand gegen die Nordumfahrung. Hermann Pröll fordert vom Gemeinderat absolute Ablehnung.

Die Front gegen die Nordumfahrung Erding verhärtet sich in Bockhorn. Aus einer kontroversen Diskussion in der Sitzung am Donnerstag nahm Bürgermeister Hans Schreiner einen Auftrag mit: Er wird einen juristischen Spezialisten suchen, der mit an der gemeindlichen Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren arbeitet. Man könne sich ja jetzt schon Gedanken darüber machen, erklärte er.

Hermann Pröll forderte eine harte Linie. Unter dem Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge, brachte der SPD-Rat das Thema auf den Tisch.Er habe der Zeitung entnommen, dass Ende des Jahres feststehe, welche Teile des Fliegerhorstes zum Verkauf stehen, sagte er. Für ihn sei unverständlich, dass das Landratsamt diesbezüglich keine Alternativplanung „im Hinterkopf hat“ und stattdessen auf die Südvariante drängt. Offenbar wolle man „lieber Mist als etwas Vernünftiges bauen“. Er wolle damit die Nordumfahrung nicht verhindern, erklärte Pröll, „aber was wäre so schlimm, wenn es für eine bessere Trasse, die auch Langengeisling entlastet und einen neuen Bahnhof anbindet, zwei oder drei Jahre länger dauern würde“. Mit diesen Worten forderte er den Gemeinderat zum „maximalen Widerstand“ auf.

Bernhard Stein (CSU) vertrat die Meinung, dass eine absolute Blockadehaltung nichts bringe. Man könne die Südvariante nicht verhindern: „Wenn wir nur Nein sagen, können die uns das größte Glump aufs Auge drücken.“ Vielmehr solle man sich aktiv um die Anbindung an die B 388 Gedanken machen, um die „kleinste Belastung zu erreichen“.

Widerspruch gab es dafür aus den eigenen Reihen. Stefan Babucke (CSU) erinnerte daran, dass „wir versucht haben, unsere Problemsituation mit Fakten zu belegen. Wir haben Alternativen und Ansätze geliefert“. Aber die würden seiner Ansicht nach vom Tisch gewischt. Applaus erhielt Babucke für seine Erklärung, dass sich die Gemeinde nie grundsätzlich verweigerte und sich stets eingebracht habe, „aber auf uns wird einfach nicht eingegangen“.

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