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Neue Technik

Mehr Sicherheit am Bahnübergang Wasentegernbach

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Wasentegernbach – Ein durchrauschender Zug bei offenen Schranken – das haben Bürger in der Vergangenheit am Bahnübergang Wasentegernbach mehrfach beobachtet. Passiert ist in dem Ortsteil von Dorfen zum Glück noch nichts. Doch die Angst ist da. Nun kündigt der Konzern die Modernisierung des bemannenten Übergangs für fast 1,3 Millionen Euro an.

Vorgesehen ist die Herstellung eines neuen Bahnübergang“ inklusive Schalthaus, Halbschranken mit Antrieben, Lichtzeichen, Überwachungssignalen, Übertragungssystem und weiteren Anlagen. Das teilte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) am Montag dem Ausschuss für Struktur, Verkehr und Umwelt mit. 

Die Arbeiten sollen baldmöglichst erfolgen, unabhängig von der laufenden Planung für den zweigleisigen Ausbau der gesamten Bahnstrecke.

Nach Protesten hatte die Bahn 2015 einen Schrankenwärter abgelöst und unter anderem das „Sechs-Augen-Prinzip“ eingeführt. Daran sind neben dem Mitarbeiter vor Ort die Fahrdienstleiter in Schwindegg und Dorfen beteiligt. Installiert wurde auch eine elektromagnetische Überwachungsanlage, die einen Zug bei offenen Schranken vor dem Übergang per Schnellbremsung stoppt. Die gesamte Anlage aus den 1950er Jahren blieb jedoch weiterhin veraltet. Die Sicherheitsmaßnahmen führten auch zu längeren Wartezeiten für Autofahrer.

Entgegen früherer Aussagen der DB Netz AG ist nun doch ein kommunaler Kostenanteil fällig. Auf den Landkreis entfallen 60 000 Euro plus 4000 Euro Planungskosten. Diese außerplanmäßigen Ausgaben genehmigte der ausschuss einstimmig. Die Stadt Dorfen ist laut Landratsamt mit 38 000 Euro dabei. Die Höhe einer möglichen Förderung ist noch nicht bekannt.

Im Hinblick auf den geplanten zweigleisigen Ausbau der Mühldorfer Strecke (ABS 38) sprach Gertrud Eichinger (SPD) von einem „teuren Provisorium“. Für die ABS 38 rechne er mit einem Zeitkorridor von zehn bis 15 Jahren antwortete der Dorfener Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) und folgerte für Wasentegernbach: „Ein Aufschub wäre unverantwortlich.“ Die Kosten für den Landkreis seien überschaubar. Wenn die Bahn nun zum Umbau bereit sei, „dann ist das der Beharrlichkeit vieler Bürger zu verdanken.“ „Wir sollten keinen Tag länger warten“, bekräftigte der Landrat. 

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