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Eine gute Wurftechnik bewiesen beim Spatenstich für das neue Umspannwerk (vorne, v. l.): Planer Martin Neumaier, Anton Fehlberger (Erdarbeiten), Norbert Welz (Bayernwerk), OB Max Gotz und Stadtwerke-Geschäftsführer Christopher Ruthner.

Stadtwerke

Millionen-Investition: Überlandwerk errichtet zweites Umspannwerk in Erding

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Millionen-Investition der Stadtwerke: Ihre Strom-Tochter, das Überlandwerk, errichtet ein zweites Umspannwerk in Erding. Es wird an der Münchener Straße/B 388-Auffahrt im Süden Altenerdings gebaut. Mitte 2019 soll es fertig sein. Kosten: ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag.

Erding– 135 Pfähle werden das zweite Umspannwerk tragen, das in Erding gebaut wird. Es ist „eine der größten Investitionen seit ganz langer Zeit“, sagte Stadtwerke-Geschäftsführer Christopher Ruthner am Freitag. Betreiber, Planer, Firmenvertreter und Aufsichtsrat trafen sich zum „historischen Spatenstich“, wie Oberbürgermeister Max Gotz sagte.

„Einen kleinen zweistelligen Millionenbetrag“ (Ruthner: „Ein schöner Batzen Geld.“) investiert das Überlandwerk Erding in seinen zweiten Hausanschluss. Der erste, das Umspannwerk am Neuen Schießfeld/Anton-Bruckner-Straße, ist ausgelastet. Der zweite ist notwendig, um die Versorgungssicherheit der Bürger zu gewährleisten, betonte Ruthner. Und er sei möglich, weil die Stadt ihrem Kommunalunternehmen „die kompletten Gewinne lässt, um zu reinvestieren und für die Zukunft gerüstet zu sein“. Weitere Wohngebiete, Firmenansiedlungen und -erweiterungen, aber auch die Konversionsflächen im Fliegerhorst machten dies notwendig, „denn wir werden spätestens 2025 an die Kapazitätsgrenze stoßen“, so Ruthner.

Ingenieur Martin Neumaier plant den Neubau. Er hat 1200 Quadratmeter Nutzfläche und 6600 Kubikmeter umbauten Raum. Das Gebäude steht auf Almboden (Neumaier: „Wir hätten uns was anderes gewünscht“). Da in 2,50 Meter Tiefe das Grundwasser komme, werde das Umspannwerk auf 135 Pfählen ruhen, die bis zu acht Meter in den Boden getrieben werden. Denn ab 6,70 Metern beginnt die Kiesschicht.

Ein zweites Umspannwerk ist seit Jahren in der Diskussion. Ruthner berichtete von intensiven Planungen. Ende 2015 habe man den Anschluss beim Bayernwerk als dem vorgelagerten Netzbetreiber gestellt. Das Bayernwerk wird auch die 110 000-Volt-Anbindung realisieren. Der Standort ist mit Bedacht gewählt: Die 3,5 Kilometer lange Trasse verläuft an der B 388 entlang zur Bayernwerk-Leitung am Mittleren Isarkanal. Und zwar als Erdleitung, betonte Gotz: „Wir muten unserer Stadt ohnehin viel zu. Da muss man nicht noch Hochspannungsmasten draufsatteln.“

Der OB bezeichnete die Investition als große Herausforderung, aber auch als Zukunftssicherung. Die Stadt werde ihren Kurs beibehalten und ihrem Tochterunternehmen keine Erträge entziehen. „Wir haben eine fleißige Bürgerschaft und Unternehmer, die es der Stadt ermöglichen, auf eine Gewinnentnahme zu verzichten.“

Das Umspannwerk, das 2019 ans Netz gehen soll, ist nach dem sieben Millionen Euro teuren Verwaltungsneubau am Gries die zweite Großinvestition der Stadtwerke binnen weniger Jahre.

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