Die Millionen-Argumente der Lufthansa

Flughafen - Für die Entwicklung der Region und Bayerns ist der Ausbau des Münchner Flughafens entscheidend. Das meinten gestern die mächtig investierende Lufthansa und Behörden-Vertreter.

Die Lufthansa glaubt an den Standort im Erdinger Moos und möchte die Entwicklung vorantreiben im Interesse der Region und Bayerns. „Das geht aber nur mit dem Ausbau. Wir sind an der Kapazitätsgrenze, können die Nachfrage nicht mehr bedienen und produzieren Warteschleifen“, erklärte gestern Thomas Klühr als Vertreter der größten deutschen Fluggesellschaft im Anhörungsverfahren zum Bau der dritten Start- und Landebahn.

Weiter erklärte Klühr im Ballhausforum in Unterschleißheim, dass die Lufthansa in den letzten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag am Standort München investiert habe, beispielsweise mit dem Bau des neuen Terminals zusammen mit der Flughafen München GmbH (FMG) und dem neuen Schulungszentrum in Schwaig für die Ausbildung von Kabinenpersonal und Piloten. Bei diesem Kurs solle es bleiben. Das sei jedoch nur möglich mit der dritten Bahn und 120 Flugbewegungen pro Stunde.

Ulrike Funk von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) meinte, die Kapazitäten seien seit längerem ausgeschöpft, Fluggesellschaften müssten zu für sie ungünstigen Zeiten starten und landen. „Es werden sogar schon Flüge abgewiesen. München ist für den Luftverkehrsstandort wichtig. Wenn dieser wachsen soll, ist der Ausbau notwendig. Dieser ist auch entscheidend, um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen“, so Funk. Stefan Tausend von der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern nannte ebenfalls die dritte Bahn als „entscheidenden Faktor für das Wachstum nicht nur in der Region, sondern in Bayern und bis Ober-Italien“. Mit dem Ausbau seien wirtschaftliche Vorteile für die Unternehmen verbunden, und der Flughafen sei ein wesentlicher Entscheidungsfaktor bei der Standortwahl geworden.

Nachdem einige Vertreter von Verbänden nicht zur Anhörung erschienen waren, bekam Georg Kölbl von der Bundesvereinigung gegen Fluglärm ausgiebig Zeit für die Darstellung seiner Argumente. So bemängelte er, dass die Fluglärmkommission nur einmal jährlich tage. „Das ist zu wenig. Außerdem wurde die Kommission nicht ausführlich über die Ausbaupläne informiert“, kritisierte er.

Uwe Büchner von der Regierung von Oberbayern erklärte, das müsse er mit dem Vorsitzenden Herbert Knur ausmachen. „Wir sind da nicht zuständig. Ich habe auch den Eindruck, dass der Vorsitzende Manns genug ist, das zu bemängeln, wenn die Unterlagen nicht ausreichen. Das ist kein Thema bei der Planfeststellung“, so Büchner. FMG-Geschäftsführer Walter Vill führte aus, die Kommission sei jederzeit ausführlich informiert worden, habe alle Unterlagen bekommen und „hat auch eine

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schüler-Kunst bringt Geld fürs Frauenhaus
Tolle Aktion der Dorfener Gymnasiasten.
Schüler-Kunst bringt Geld fürs Frauenhaus
Abbiege-Chaos an der Weißbräu-Kreuzung in Erding
Für Verwirrung haben neue Abbiegepfeile an der Weißbräu-Kreuzung in Erding gesorgt. Der Ärger war groß Jetzt hat die Stadt die Änderung wieder zurückgenommen.
Abbiege-Chaos an der Weißbräu-Kreuzung in Erding
2000 Abstriche am Tag: Immer mehr Betrieb im Corona-Testzentrum am Flughafen München
Mit einer Handy-App will die Firma Ecolog für schnelle Testergebnisse für Flugreisende sorgen. Die Startschwierigkeiten sollen damit vorbei sein.
2000 Abstriche am Tag: Immer mehr Betrieb im Corona-Testzentrum am Flughafen München
Horror-Unfall auf der B20: Vier junge Männer sterben beim Versuch nachts zu Überholen - Neue Details zu den Opfern
In der Nacht auf Montag ereignet sich in Ascha (Landkreis Straubing-Bogen) ein schrecklicher Verkehrsunfall, der vier Leben kostet. Schuld ist ein missglückter …
Horror-Unfall auf der B20: Vier junge Männer sterben beim Versuch nachts zu Überholen - Neue Details zu den Opfern

Kommentare