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Minister Zeil dementiert: Ringschluss ist nicht in Gefahr

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Teilerfolg: Die Pläne für die Neufahrner Kurve (l.) sind fertig. Über die Planung bis Erding gibt es nach wie vor nichts Konkretes. Karte: MM/Ertl
Teilerfolg: Die Pläne für die Neufahrner Kurve (l.) sind fertig. Über die Planung bis Erding gibt es nach wie vor nichts Konkretes. Karte: MM/Ertl

Erding/Freising - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) geht in die Offensive. Im Flughafen-Forum hat er der Auffassung widersprochen, der S-Bahn-Ringschluss stehe aus finanziellen Gründen vor dem Aus.

Als Beleg führt Zeil die fertiggestellten Pläne für die Neufahrner Gegenkurve an. „Wir haben die Unterlagen für diesen Abschnitt an die Bahn übergeben, die beim Eisenbahnbundesamt die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beantragt hat“. Für den Minister ist „damit ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung der ersten Baustufe des Gesamtprojekts Erdinger Ringschluss getan“.

Für ihn ist das auch ein Indiz dafür, dass das Projekt nicht gefährdet sei. „Ich weise alle Spekulationen zurück“, ließ er gestern per Presseerklärung verlauten. Er betonte, dass der Ringschluss für ihn „eine hohe Priorität hat“, weil er „große Bedeutung für die Verkehrsanbindung der Region besitzt“.

Zeil geht davon aus, dass für die Neufahrner Kurve bis 2011/12 Baurecht vorliegt, „und die Verbindung 2016 in Betrieb gehen kann“. Dann könnten Reisende stündlich direkt und umsteigefrei mit dem Zug von Regensburg, Landshut und Freising zum Flughafen fahren.

Wann die Pläne für den Kernbereich des Ringschlusses, nämlich für den Abschnitt zwischen dem Flughafen und Erding fertig sind, dazu äußerte sich Zeil nicht. Auch zur Finanzierung verliert der stellvertretende Ministerpräsident kein Wort. Genau hier liegt aber die Gefährdung des Infrastrukturprojekts. Ein Konzernsprecher der Deutschen Bahn hatte bereits zu Wochenbeginn unserer Zeitung erläutert, dass selbst eine abgeschlossene Planung für ein Projekt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans keine Aussage darüber erlaube, ob tatsächlich gebaut wird.

Der Ringschluss war ebenso wie die Walpertskirchener Spange in Wanken geraten, nachdem die Bahn deutlich gemacht hatte, in den nächsten Jahre stünden zu wenig Mittel zur Verfügung, um den Regionalbahnabschnitt München - Mühldorf - Freilassing auszubauen. Daraufhin hatte eine Sprecherin von Minister Zeil klargemacht, dass eine Verzögerung hier unmittelbare Auswirkungen auf die beiden Äste haben werde.

Hans Moritz

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