Auf der Baustelle sind (v. l.) Bürgermeister Siegfried Fischer, Ingenieur Ralf Schelzke, Bauleiter Clemens Kanis, Vize-Bürgermeiseter Georg Reiner, Verwaltungsleiter Werner Christofori, Michael Betz, Referent für Wasser und Abwasser, und Klärwart Franz Schweiger. Foto: Huber

Mittbacher "Dreckschleuder" wird bald abgeschaltet

Isen - Die Tage der Kläranlage Mittbach sind gezählt. Ab Dezember soll das Abwasser aus den Ortsteilen Mittbach, Pemmering, Daxau und Kemating über Druckleitung und Ortskanal vom neuen Fangbecken zur zentralen Kläranlage in Isen transportiert werden.

„Der alten Dreckschleuder geht es an den Kragen“, freute sich Ralf Schelzke, dessen Büro mit der Planung betraut ist. Die mangelhafte Reinigungsleistung der Kläranlage sei weder der Bevölkerung, noch der Umwelt länger zumutbar gewesen, so der Ingenieur beim Pressetermin: „Klopapier und Fäkalien im Vorfluter Mittbach werden damit der Vergangenheit angehören“.

Seit Ende August wurde begonnen, die alten Becken abzubauen und ein unterirdisches Abwasser-Pumpwerk zu errichten. Derzeit wird am offenen Fangbecken gearbeitet, das ein Volumen von rund 400 Kubikmeter hat. Eine bis zu 1,12 Meter dicke Beton-Bodendecke wird für die nötige Stabilität sorgen. Ein Holzhäuschen, in dem die Elektroschaltschränke untergebracht sind, als Überbau des Pumpwerks und ein Regenrückhaltebecken werden den Neubau komplettieren. Die Auftragsummen belaufen sich für die Bautechnik auf 590 000 Euro, für die Maschinentechnik auf 60 000 Euro und für die Elektro-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik auf 95 000 Euro.

Parallel zu den Arbeiten auf dem Grundstück der alten Kläranlage laufen die Verlegungsarbeiten für die 2,8 Kilometer lange Druckleitung. Zweimal muss die Transalpine Ölleitung (TAL) gequert werden, bevor der Übergabeschacht der Ortskanalisation Burgrain erreicht wird. Die Auftragssumme für die Abwasserdruckleitung, fünf Spül- und fünf Belüftungsschächte beläuft sich auf 270 000 Euro.

„Wir freuen uns, dass dieser letzte Schritt geglückt ist“, fasste Bürgermeister Siegfried Fischer die vor über zehn Jahre begonnene Planung zusammen. Besonders würdigte er den Einsatz von Vize-Bürgermeister Georg Reiner, der für die Koordination zwischen Kommune und Firmen verantwortlich ist. (ahu)

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